Ein KI-Rechenzentrum

SpaceXAI wirbt mit Milliarden um das umstrittene Colossus-Projekt

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein KI-Rechenzentrum

Elon Musks SpaceXAI will die Menschen rund um Memphis von seinen riesigen KI-Rechenzentren überzeugen. Auf einer am 25. September auf X beworbenen Webseite stellt das Unternehmen Jobs, Steuereinnahmen und Investitionen in die Wasserversorgung in den Vordergrund. Dahinter steht ein Projekt, dessen Gasturbinen und mögliche Umweltfolgen seit Monaten für Streit sorgen.

Milliarden für die Region

SpaceXAI beziffert seine geplanten Investitionen in der Region auf mehr als 90 Milliarden Dollar. Das Unternehmen ist seit 2024 vor Ort. Für 2026 stellt es über 60 Millionen Dollar Steuereinnahmen in Aussicht und nennt mehr als 7.500 unterstützte Arbeitsplätze sowie über 630 Zulieferer.

In Memphis und im benachbarten Southaven baut SpaceXAI seine Colossus-Anlagen aus. Der Campus verfügt bereits über mehr als 220.000 GPUs. Für Colossus I und II spricht das Unternehmen von Millionen GPUs und mehr als zwei Gigawatt Leistung.

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Wasser sparen, Stromnetz entlasten

Für 360 Millionen Dollar will SpaceXAI eine Recyclinganlage errichten, die täglich bis zu rund 38 Millionen Liter Wasser aufbereitet. Dadurch sollen jährlich bis zu 13,8 Milliarden Liter Grundwasser im Memphis Aquifer bleiben. Bereits vorhanden sind 240 große Batterien, mit denen Colossus I bei Spitzenlast oder in Notfällen vom Stromnetz genommen werden kann.

SpaceXAI hebt auch seine Maßnahmen gegen Luftverschmutzung hervor. Alle Turbinen seien mit Abgaskontrollen ausgestattet. An nahe gelegenen Messstationen liegen die Stickstoffdioxid-Jahreswerte nach Darstellung des Unternehmens zwischen sechs und neun ppb, der US-Grenzwert beträgt 53 ppb.

In Southaven hat SpaceXAI bereits erste mobile Turbinen außer Betrieb genommen. Bis Juli 2027 sollen alle 69 verschwinden. Gleichzeitig entsteht dort ein dauerhaftes Kraftwerk mit 41 Turbinen und 1,2 Gigawatt Leistung.

Ausgang offen

Mit dieser Darstellung wirbt SpaceXAI um Akzeptanz für Colossus. Die Bürgerrechtsorganisation NAACP wirft dem Unternehmen in einer Klage vor, Gasturbinen ohne erforderliche Luftgenehmigung betrieben zu haben, und warnt vor Gesundheitsrisiken für Anwohner. Wie sich der weitere Ausbau und die angekündigten Maßnahmen vor Ort auswirken, wird sich zeigen.

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