Ein Workflow mit Lindy

Lindy AI im Überblick: Was der KI-Kollege erledigt und was er kostet

Andreas Becker GPT Image 2.5
Ein Workflow mit Lindy

Lindy arbeitet als KI-Kollege in Slack, E-Mail, SMS und am Telefon. Der Nutzer übergibt eine Aufgabe in Alltagssprache, während Lindy Informationen aus verbundenen Diensten holt und die Arbeit dort erledigt. Mit »Lindy Apps« baut der Dienst inzwischen sogar interne Anwendungen auf Basis vorhandener Unternehmensdaten.

Lindy AI

No-Code KI-Agenten
8.5 Score

Preis-Modell Abo pro Nutzer
Plattform Browser, Slack, iMessage
Sprache EN, DE
Status Etabliert, häufige Updates
Gratis Testen? 7 Tage Test umsonst
Letztes Update 11/2026
01.

Anwendungsbeispiel

Aus verstreuten Geschäftszahlen wird die Montagspräsentation

Am Sonntagabend fehlen noch die Folien für die nächste Teambesprechung. Die Umsätze stehen im CRM, die Supportzahlen in Zendesk und die Produktnutzung in PostHog. Lindy kann diese Quellen zusammenführen und daraus eine Präsentation mit Diagrammen und Erläuterungen in der vorhandenen Vorlage bauen.

Für den Einstieg verbindet der Nutzer die benötigten Konten und stellt die Präsentationsvorlage bereit. Anschließend beschreibt er Zeitraum, Kennzahlen und gewünschte Gliederung. Ein möglicher Auftrag lautet:

Präsentation:
Erstelle die Präsentation für unsere Montagsbesprechung aus den Daten der vergangenen Kalenderwoche. Nutze HubSpot für neue Abschlüsse, Zendesk für offene Kundenanfragen und PostHog für die Produktnutzung. Verwende unsere Vorlage, beschränke dich auf sechs Folien und zeige die drei größten Veränderungen gegenüber der Vorwoche. Kennzeichne fehlende Daten und lege das Ergebnis zunächst zur Prüfung vor.

Der praktische Reiz liegt in der Vorbereitung. Der Verantwortliche beginnt mit einem zusammenhängenden Entwurf und kann sich auf die auffälligen Zahlen konzentrieren. Welche Schlüsse daraus für das Geschäft folgen, entscheidet derjenige, der die Präsentation hält.

02.

Drei Funktionen, die Lindy interessant machen

Postfach, Kalender und Meetings verwalten

Lindy sortiert Gmail- und Outlook-Postfächer, kennzeichnet dringende Nachrichten und entwirft direkt Antworten im Stil des Nutzers. Nach einer Kontrolle kann man also direkt antworten. Je nach Tarif lassen sich zwei bis fünf Postfächer verbinden.

Gleichzeitig kann Lindy auch Termine in Google oder Microsoft Celendar eintragen und planen.

Bei Google Meet, Zoom und Microsoft Teams kann Lindy zudem als Teilnehmer erscheinen, das Gespräch aufzeichnen und anschließend Entscheidungen, Aufgaben sowie eine Follow-up-Mail vorbereiten.

Abläufe einmal zeigen und wiederholen lassen

Mit »Watch and Learn« zeichnet der Nutzer einen Arbeitsablauf bis zu einer Stunde lang auf. Lindy beobachtet die einzelnen Schritte und kann dieselbe Aufgabe später erneut ausführen. Eine schriftliche Beschreibung ist ebenfalls möglich.

Mehr als 40 Skills decken unter anderem Recherche, Datenanalyse, Dokumente und Präsentationen ab. Eigene Skills halten die gewünschte Arbeitsweise fest. Routinen starten wiederkehrende Aufgaben zu einer festen Zeit, etwa einen täglichen Werbekosten-Check oder einen Wochenbericht.

Wissen aus dem ganzen Unternehmen sammeln

»Lindy Brain« ordnet und speichert Informationen aus E-Mail, Slack, Meetings und erledigten Aufgaben in Dateien ab. Der Nutzer kann diese Dateien lesen, ändern oder löschen.

Das hilft besonders bei Fragen, deren Antwort über mehrere Dienste verteilt liegen. Ein Mitarbeiter kann nach einer Entscheidung fragen und erhält die passende Besprechung oder Datei als Quelle dazu.

Kurz: Anstatt lange zu suchen, werden die Informationen direkt gefunden. Gerade für Menschen, die nicht für ihre Ordnung bekannt sind, ist diese Funktion Gold wert.

03.

Vorteile & Nachteile

Das gefällt uns
  • Automatisierungen in Alltagssprache statt mit Programmierkenntnissen
  • Durchsucht mehrere freigegebene Besprechungen gemeinsam
  • Bereitet E-Mails im eigenen Schreibstil vor
  • Macht gespeichertes Arbeitswissen direkt bearbeitbar
  • Bietet Probeläufe für wiederkehrende Aufgaben
Das nervt noch
  • Komplexe Aufträge können viele Credits verbrauchen
  • Eigene Skills noch nicht überall verfügbar

Leichte Automatisierung

Besonders gut gefällt der einfache Zugang zu eigenen Automatisierungen. Ein Mitarbeiter kann eine wiederkehrende Aufgabe selbst beschreiben, mit seinen Anwendungen verbinden und ausprobieren. Wer den eigenen Arbeitsablauf kennt, bringt damit die wichtigste Voraussetzung mit, auch ohne Erfahrung in der Softwareentwicklung.

Credit-Verbrauch

Der größte Nachteil ist die schwer abschätzbare Reichweite des Guthabens. Eine kurze Antwort und eine aufwendige Analyse werden beide über Credits abgerechnet, benötigen aber sehr unterschiedliche Mengen.

04.

Coole Usecases

Die Herausforderung

Rechnungen jeden Monat gleich verarbeiten

Ein Mitarbeiter lädt Rechnungen herunter, benennt sie um, trägt Beträge ein und verschiebt die Dateien immer nach demselben Muster.

Die Lösung

Den Ablauf einmal vormachen

Der Nutzer zeichnet den Vorgang mit »Watch and Learn« auf und lässt Lindy im nächsten Monat die Aufgabe automatisiert erledigen.

Die Herausforderung

Nach dem Urlaub fehlt der Zusammenhang

Entscheidungen verteilen sich auf lange Slack-Threads, E-Mails, Meetings und neue Aufgaben im Projektplan.

Die Lösung

Ein persönliches Rückkehr-Briefing

Lindy sammelt Entscheidungen, direkte Erwähnungen der eigenen Person, offene Aufgaben und sortiert sie nach Wichtigkeit.

Die Herausforderung

Anrufe unterbrechen konzentrierte Arbeit

Interessenten wollen einen Termin, Bestandskunden haben Rückfragen und manche Anrufer hinterlassen nur eine Nachricht.

Die Lösung

Lindy nimmt ab und bucht

Lindy beantwortet den Anruf, nutzt den passenden Buchungslink und schickt dem Mitarbeiter eine Zusammenfassung mit dem vereinbarten nächsten Schritt.

05.

Preise & Abos

Der kostenlose Zugang enthält einmalig 50$ Guthaben. Die Credits gelten sieben Tage und erfordern keine Kreditkarte. Unbedingt überprüfen, ob man »kündigen« muss.

Quelle: Lindy - Stand 04.11.2026

Der Team-Tarif beginnt bei 49,99$ pro aktivem Nutzer und Monat. Jeder Sitz bringt 5.000 Credits in einen gemeinsamen Vorrat ein. Weitere Stufen erhöhen den Vorrat, etwa auf 15.000 Credits für 99,99$ oder 35.000 Credits für 199,99$ im Monat.

Einfache Antworten, Zusammenfassungen und Aktualisierungen benötigen etwa 2 bis 250 Credits. Ausführliche Recherche oder die Bearbeitung einer Support-Warteschlange liegt häufig zwischen 250 und 500 Credits. Interne Apps, umfangreiche Dashboards und aufwendige Präsentationen können auch mehr verbrauchen.

Monatliche Credits verfallen am Ende des Abrechnungszeitraums. Zusätzliches Guthaben kostet 10$ je 1.000 Credits und bleibt bis zum Verbrauch erhalten. Ist der Vorrat leer, pausiert Lindy die betroffenen Aktionen.

Enterprise-Kunden erhalten individuelle Preise sowie SSO, SCIM, Audit-Protokolle, eigene Abrechnung und eine unterschriebene Vereinbarung für HIPAA-Anforderungen. Der günstige Einstieg passt zu einem einzelnen Nutzer mit klar abgegrenzten Aufgaben. Viele Mitarbeiter und lange Aufträge treiben den Preis schnell nach oben.

06.

Alternativen & Vergleich

Zapier Agents verbindet sich mit mehr als 9.000 Apps und passt zu Teams, die bereits Zapier für feste Automatisierungen nutzen. Lindy bringt den gemeinsamen Arbeitskontext stärker in Slack, Meetings und das Postfach.

Make zeigt Abläufe, Datenwege und Fehler in einer visuellen Oberfläche. Mit Maia und AI Agents lassen sich Aufgaben ebenfalls in Alltagssprache bauen, während der Nutzer die einzelnen Schritte leichter kontrollieren kann.

n8n bietet eine kostenlose Community Edition für den eigenen Server und erlaubt eigenen Code. Es eignet sich für technische Teams, die Daten und Ausführung selbst verwalten und komplexe Abläufe bis ins Detail anpassen wollen.

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Anbieter Informationen

Hauptsitz San Francisco, USA
Gegründet 2023
Bewertung 1,3 Milliarden $ VC Backed

Lindy wurde 2023 von Flo Crivello gegründet und sitzt in San Francisco. Der Gründer leitete zuvor das virtuelle Büro Teamflow und arbeitete als Produktmanager bei Uber. Hinter Lindy steht die in Oregon registrierte Crivello Corp.

Das Unternehmen ist privat und nicht an der Börse. Zu den Investoren zählen Battery Ventures, Menlo Ventures und Coatue. Lindy veröffentlicht Nutzungsbedingungen, eine Kontaktadresse und Angaben zu SOC 2 Type II sowie zur DSGVO.

Die Bewertungen fallen weiterhin ungewöhnlich unterschiedlich aus. G2 führt Lindy mit 4,9 von 5 Punkten aus 171 Bewertungen. Nutzer loben dort vor allem die schnelle Einrichtung und den geringen Aufwand für einfache Automatisierungen.

Trustpilot zeigt 3,0 von 5 Punkten aus 52 Bewertungen. Nutzer berichten vor allem über verbrauchte Credits und fehlerhafte Aufgaben. Mehrere neue Bewertungen aus Oktober und November 2026 loben dagegen E-Mail, Kalender, CRM und den Support.

08.

Fazit & Bewertung

Das All-AI Urteil

Lindy wirkt inzwischen deutlich mehr wie ein erreichbarer KI-Kollege als wie ein klassischer Automatisierungsbaukasten. Besonders spannend sind »Watch and Learn« und der gemeinsame Wissensspeicher. Ein kleiner Probebetrieb mit einer klar messbaren Aufgabe zeigt am schnellsten, ob Zuverlässigkeit und Credit-Verbrauch zum eigenen Alltag passen.

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Empfehlung
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FAQ - die wichtigsten Fragen

Hier versuchen wir, die wichtigsten und häufigsten Fragen zu Lindy zu beantworten. Sollte noch etwas unklar sein, könnt ihr uns gerne per E-Mail oder über die sozialen Medien kontaktieren.

Frage 1: Was ist Lindy?
Lindy ist ein KI-Kollege für Einzelpersonen und Teams. Der Dienst nimmt Aufgaben in Alltagssprache an und arbeitet dafür in verbundenen Postfächern, Kalendern, Meetings und Geschäftsdiensten.
Frage 2: Was kann Lindy erledigen?
Lindy sortiert E-Mails, entwirft Antworten, koordiniert Termine, fasst Meetings zusammen, aktualisiert CRM-Daten, recherchiert, erstellt Dokumente und führt wiederkehrende Aufgaben aus.
Frage 3: Wie unterscheidet sich Lindy von ChatGPT?
ChatGPT beantwortet vor allem Fragen und erstellt Inhalte. Lindy verbindet sich mit Arbeitsdiensten, führt dort Aktionen aus, verwaltet Routinen und teilt freigegebenes Wissen mit einem Team.
Frage 4: Braucht Lindy Programmierkenntnisse?
Nein. Der Nutzer beschreibt die Aufgabe in Alltagssprache oder zeigt den Ablauf per Bildschirmaufnahme. Komplexe Aufträge brauchen klare Regeln und einen kontrollierten Probelauf.
Frage 5: Was ist Lindy Watch and Learn?
»Watch and Learn« zeichnet einen Arbeitsablauf bis zu einer Stunde lang auf. Lindy lernt die gezeigten Schritte und kann die Aufgabe später auf Anfrage oder nach einem Zeitplan wiederholen.
Frage 6: Was sind Lindy Apps?
»Lindy Apps« sind interne Anwendungen, die Lindy aus einer Beschreibung erstellt. Sie können Daten aus verbundenen Diensten anzeigen, speichern und nach einer Freigabe zurückschreiben.
Frage 7: Funktioniert Lindy auf Deutsch?
Ja. Lindy versteht und schreibt Deutsch. Die Qualität bei Telefonie und Transkription hängt zusätzlich von Sprache, Tonqualität und gewähltem Modell ab.
Frage 8: Ist Lindy kostenlos?
Der kostenlose Zugang enthält einmalig 50$ Credits für sieben Tage. Eine Kreditkarte ist dafür nicht erforderlich. Anschließend wird ein bezahlter Tarif benötigt.
Frage 9: Wie viel kostet Lindy?
Der Team-Tarif beginnt bei 29,99$ pro aktivem Nutzer und Monat. Dafür kommen 3.000 Credits je Sitz in einen gemeinsamen Vorrat.
Frage 10: Was sind Lindy Credits?
Credits messen den Arbeitsaufwand einer Aufgabe. Kurze Antworten brauchen wenig Guthaben, während Recherche, Präsentationen, Apps und lange Abläufe deutlich mehr verbrauchen.
Frage 11: Verfallen ungenutzte Lindy Credits?
Monatliche Credits verfallen am Ende des Abrechnungszeitraums. Separat gekauftes Zusatzguthaben bleibt erhalten, bis es verbraucht wurde.
Frage 12: Was passiert bei leeren Credits?
Lindy pausiert Aufgaben, die Credits benötigen. Ein Administrator kann für 10$ weitere 1.000 Credits kaufen oder auf den nächsten Abrechnungszeitraum warten.
Frage 13: Welche Dienste unterstützt Lindy?
Lindy nennt mehr als 1.500 Integrationen, darunter Gmail, Outlook, Slack, HubSpot, Salesforce, Notion, Google Workspace, Intercom und Airtable. Weitere Dienste lassen sich über MCP verbinden.
Frage 14: Kann Lindy E-Mails und Termine verwalten?
Ja. Lindy sortiert Gmail und Outlook, entwirft Antworten, erinnert an offene Nachrichten und plant Termine in Google oder Microsoft Calendar.
Frage 15: Kann Lindy Meetings aufnehmen?
Ja. Lindy kann an Google Meet, Zoom und Microsoft Teams teilnehmen und Aufzeichnung, Transkript, Zusammenfassung sowie Aufgaben erstellen. Der Nutzer muss die Teilnehmer nach den geltenden Regeln informieren.
Frage 16: Kann Lindy Telefonate führen?
Ja. Lindy kann eine eigene Nummer erhalten, Anrufe annehmen, Nachrichten erfassen und Termine buchen. Der Nutzer kann Lindy auch selbst anrufen und Aufgaben diktieren.
Frage 17: Ist Lindy DSGVO-konform?
Lindy führt die DSGVO und SOC 2 Type II als erfüllte Standards auf. Daten werden in den USA verarbeitet, daher gehört der Dienst in die Datenschutzprüfung des Unternehmens.
Frage 18: Nutzt Lindy Kundendaten für das KI-Training?
Lindy erklärt, Kundendaten verschlüsselt zu speichern, nicht zu verkaufen und nicht zum Training von KI-Modellen zu verwenden.
Frage 19: Welche Alternativen zu Lindy gibt es?
Wichtige Alternativen sind Zapier Agents, Make, n8n und Marblism. Sie unterscheiden sich vor allem bei App-Auswahl, technischer Kontrolle, Self-Hosting und fertigen KI-Rollen.
Frage 20: Für wen lohnt sich Lindy?
Lindy passt zu Teams, die viel in Slack, E-Mail und Meetings arbeiten und Aufgaben über mehrere Dienste hinweg erledigen. Ein klar begrenzter Test zeigt, ob Verbrauch und Zuverlässigkeit zum eigenen Einsatz passen.

Von Menschen für Menschen

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