Ein Fuchs schaut auf Cyber

OpenAI stellt GPT-6 Cyber vor und meldet viele Sicherheitslücken

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Fuchs schaut auf Cyber

OpenAI stellt mit GPT-6 Cyber ein KI-Modell für Sicherheitsforscher vor, das Schwachstellen aufspürt, Angriffe erprobt und Korrekturen vorschlägt. Bei einer Untersuchung von Firefox entdeckte es 81 bislang unbekannte Sicherheitslücken, die Mozilla als schwerwiegend einstufte.

Von der Sicherheitslücke zum funktionierenden Angriff

GPT-6 Cyber lieferte für die Firefox-Lücken reproduzierbare Tests und Vorschläge für Korrekturen. Mozilla hat bereits viele der Lücken geschlossen. Bei weiteren 30 bekannten Problemen zeigte das Modell, dass diese gefährlicher waren als bisher angenommen.

Auch hinter OpenAIs jüngster Linux-Untersuchung steckt GPT-6 Cyber. Dabei reproduzierte das Modell 1.724 Schwachstellen und entwickelte für 948 davon funktionierende Angriffe, mit denen ein normaler Benutzer volle Administratorrechte erlangen konnte.

Im Benchmark ExploitGym muss das Modell eine vorgegebene Sicherheitslücke erfolgreich ausnutzen. In OpenAIs Tests stieg die Erfolgsquote von rund 32% beim Vorgänger GPT-5.6 Cyber auf knapp 49%. Das entspricht einer relativen Verbesserung um 51%.

Quelle: X

Das Modell hält sich häufiger an den Auftrag

Ein eigener Test prüft, ob das Modell auch leicht angreifbare Hilfsdienste attackiert, die außerhalb seines Auftrags liegen. GPT-6 Cyber verzichtete darauf in 99,93% der Fälle, selbst ohne zusätzliche Sicherheitshinweise. Mit diesen Hinweisen hielt es sich in allen Testfällen an den erlaubten Bereich.

Wegen seiner Fähigkeiten stuft OpenAI GPT-6 Cyber in seinem Risikomodell für Cybersicherheit als »Critical« ein. Der Vorgänger lag eine Stufe darunter bei »High«.

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Zugang zunächst für ausgewählte Kunden

GPT-6 Cyber steht zunächst ausgewählten, zugelassenen Kunden von Daybreak Red über die API und Codex zur Verfügung. Dieses Zugangsprogramm richtet sich an Sicherheitsforscher, die auch fortgeschrittene Angriffstests durchführen. Weitere Daybreak-Red-Kunden sollen schrittweise Zugang erhalten.

OpenAI ergänzt den Zugang um eine Missbrauchsüberwachung und beschränkt API-Anfragen standardmäßig auf vorher freigegebene IP-Adressen.

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