Eine Make Automatisierung

Make.com im Überblick: Was die Automatisierung-Plattform erledigt und was sie kostet

Andreas Becker GPT Image 2.5
Eine Make Automatisierung

Mit Make lassen sich über eine visuelle Arbeitsfläche ganze Workflows mit Bedingungen und Verzweigungen erstellen. Inzwischen ist das auch mithilfe von KI-Anweisungen und KI-Agenten möglich.

Was sich auf den ersten Blick kompliziert anhört, ist in der Praxis relativ simpel.

Wir nutzen die Plattform beispielsweise, um unsere KI-News automatisiert in Social-Media-Beiträge umzuwandeln und auszuspielen. Durch einen Zwischenschritt liest und korrigiert jedoch vorher ein Mensch jeden Beitrag.

Make, früher Integromat

Automatisierungsplattform mit KI-Funktionen
8.5 Score

Preis-Modell Gratis-Tarif und Abos
Plattform Cloud-Anwendung im Browser
Sprache EN
Status Etabliert, häufige Updates
Gratis Testen? Ja, aber begrenzt
Letztes Update 11/2026
01.

Anwendungsbeispiel

Vor dem Kundentermin liegt das Briefing schon im Postfach

Zehn Minuten vor einem Kundengespräch liegt eine kurze Vorbereitung im Postfach. Ein entsprechend eingerichteter Make-Ablauf liest den Kalendereintrag, sucht den Kontakt in HubSpot und sammelt die letzten E-Mails aus Gmail. Eine KI fasst daraus offene Fragen, bisherige Absprachen und passende Gesprächsthemen zusammen, ohne dass der Nutzer vor jedem Termin drei Apps durchsuchen muss.

Mit diesem Prompt lässt sich der Ablauf beim integrierten KI-Assistenten Maia anstoßen:

Prompt:
Erstelle ein Make-Szenario für meine Gesprächsvorbereitung mit Google Calendar, Gmail und HubSpot. Prüfe alle fünf Minuten, ob in zehn bis fünfzehn Minuten ein Termin mit einem externen Teilnehmer beginnt. Suche über dessen E-Mail-Adresse den HubSpot-Kontakt und die letzten fünf E-Mail-Nachrichten mit ihm. Erstelle daraus ein deutsches Briefing mit höchstens 200 Wörtern zu bisherigen Absprachen, offenen Fragen und drei Gesprächsthemen. Verwende nur gefundene Informationen und kennzeichne fehlende Angaben. Schicke das Briefing per Gmail an meine eigene Adresse. Verhindere doppelte Briefings für denselben Termin. Frage mich nach noch fehlenden App-Verbindungen und Einstellungen, bevor du den Ablauf aktivierst.

Daraus entsteht wie von Geisterhand ein Make-Ablauf, den man gezielt anpassen kann. So kann man beispielsweise sein bevorzugtes KI-Modell für die Zusammenfassung auswählen.

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Die 5 besten Funktionen

1. Abläufe visuell bauen und verzweigen

In Make heißen automatisierte Abläufe »Szenarien«. Der Nutzer verbindet darin einzelne Aktionen als Module, legt den Auslöser fest und bestimmt, welche Daten von einem Schritt zum nächsten wandern. Filter prüfen Bedingungen, während sogenannte Router einen Ablauf auf mehrere Wege verteilen.

Listen lassen sich in einzelne Datensätze zerlegen oder wieder zusammenführen, sodass eine Bestellung mehrere Aktionen auslösen und eine unvollständige Bestellung einen eigenen Prüfweg nehmen kann.

2. Mehr als 3.500 Apps verbinden

Make bringt fertige Anbindungen für mehr als 3.500 Apps mit, darunter Google Workspace, Microsoft 365, Slack, Notion, HubSpot und Shopify. Der Nutzer wählt die benötigte Aktion aus und verbindet sein Konto mit Make.

Für Dienste ohne passende Anbindung gibt es HTTP-Anfragen und Webhooks, also Aufrufe über eine API und automatisch eintreffende Ereignismeldungen. Über MCP können kompatible KI-Assistenten zudem freigegebene Make-Szenarien aufrufen und damit Aktionen in den verbundenen Apps ausführen.

3. Mit Maia per Beschreibung bauen

Maia erstellt und verändert Szenarien anhand normal formulierter Beschreibungen. Der Assistent baut die Schritte sichtbar auf der Arbeitsfläche auf, erklärt deren Zusammenspiel und hilft bei der Fehlersuche.

Der erzeugte Ablauf bleibt anschließend bearbeitbar. Konten müssen verbunden und die verwendeten Datenfelder passend zugeordnet werden, damit aus dem Entwurf eine funktionierende Automatisierung wird.

4. KI-Agenten in den Ablauf einbauen

Make AI Agents bearbeiten Aufgaben mit wechselnden Eingaben und wählen dafür aus den freigegebenen Aktionen aus. Ein Agent kann beispielsweise eine freie Kundenanfrage einordnen und die passenden Informationen aus verbundenen Diensten abrufen.

Anweisungen, Wissen, Aktionen und Tests liegen direkt im Szenario-Editor, der auch die ausgeführten Schritte anzeigt. Die neue Agenten-App läuft als offene Beta und ist mit dem KI-Zugang von Make in allen Tarifen nutzbar, eigene KI-Anbieter lassen sich in bezahlten Tarifen verbinden.
Wir verbinden also die Vorteile vorgegebener Workflows mit der Flexibilität und Einfachheit von KI-Agenten. Genau aus diesem Grund sind Plattformen wie Make oder n8n nicht tot.

5. Ausführungen prüfen und Fehler finden

Make zeigt bei einer Ausführung, welche Daten die einzelnen Module erhalten und weitergeben. Im Verlauf lässt sich nachvollziehen, an welchem Schritt ein Ablauf scheitert oder unerwartete Ergebnisse liefert.

Fehlerpfade können festlegen, wie ein Szenario auf ein Problem reagiert. Make Grid ergänzt ab dem Core-Tarif eine gemeinsame Übersicht über die verbundenen Szenarien und Apps.

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Vorteile & Nachteile

Das gefällt uns
  • Die Oberfläche ist wunderschön und sehr einfach in der Bedienung
  • Mehr als 3.500 Apps direkt verbunden
  • Maia erstellt Abläufe aus normalen Beschreibungen
  • KI-Agenten arbeiten mit vorhandenen Geschäftsdaten
  • Kostenloser Einstieg ohne zeitliche Befristung
Das nervt noch
  • Viele Einzelschritte treiben den Credit-Verbrauch
  • Komplexe Datenzuordnungen erfordern spürbar viel Einarbeitung
  • Die Bedienoberfläche bleibt auf Englisch

Sehr übersichtlich

Die größte Stärke ist der sichtbare Zusammenhang zwischen den Arbeitsschritten. Gerade wenn derselbe Eingang mehrere Aktionen auslösen soll, hilft die Darstellung beim Bauen und bei der späteren Fehlersuche.

Jedes Modul kostet

Der größte Nachteil ist die Abrechnung vieler einzelner Aktionen. Wer 100 Datensätze durch mehrere Module schickt, verbraucht entsprechend mehr Guthaben.

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Coole Usecases

Die Herausforderung

Offene Angebote geraten in Vergessenheit

Ein Selbstständiger verliert zwischen laufenden Projekten den Überblick, bei welchen Angeboten seit einer Woche eine Antwort fehlt.

Die Lösung

Nachfassmail liegt als Entwurf bereit

Ein Make-Szenario prüft offene Angebote im CRM und die zugehörigen Gmail-Nachrichten und erstellt bei ausbleibender Antwort einen passenden Mailentwurf.

Die Herausforderung

Rechnungsanhänge verschwinden im Postfach

Vor der monatlichen Buchhaltung muss ein Freiberufler PDF-Rechnungen einzeln suchen, umbenennen und in eine Übersicht übertragen.

Die Lösung

Belege landen samt Daten in der Ablage

Make speichert passende Anhänge in Google Drive, lässt Rechnungsdatum, Absender und Betrag auslesen und trägt die Ergebnisse mit Dateiverweis in Google Sheets ein.

Die Herausforderung

Aus Kundenfeedback wird keine Aufgabe

Ein kleines Produktteam erhält ähnliche Verbesserungsvorschläge über ein Formular, entdeckt das gemeinsame Problem aber erst Wochen später.

Die Lösung

Wiederkehrende Wünsche werden sichtbar

Ein eingerichteter Make-Ablauf lässt neues Feedback nach Thema einordnen, ergänzt den passenden Eintrag in Notion und meldet ab einer festgelegten Anzahl ähnlicher Wünsche eine Aufgabe in Slack.

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Preise & Abos

Der kostenlose Tarif enthält 1.000 Credits pro Monat und erlaubt zwei gleichzeitig aktive Szenarien. Zeitgesteuerte Prüfungen können frühestens alle 15 Minuten laufen.

Für die bezahlten Tarife zeigt die aktuelle Preisübersicht bei 10.000 Credits pro Monat folgende Beträge in US-Dollar. Die Jahrespreise sind günstiger.

Quelle: make - Stand 06.11.2026

Core hebt das Limit aktiver Szenarien auf und erlaubt Zeitpläne im Minutentakt. Pro ergänzt unter anderem bevorzugte Ausführung, eigene Variablen und eine Volltextsuche in Ausführungsprotokollen. Teams bringt Teamrollen und gemeinsam nutzbare Vorlagen, Enterprise zusätzliche Verwaltungs- und Sicherheitsfunktionen sowie erweiterten Support.

Monatliches Guthaben verfällt zum Ende des Abrechnungszeitraums. Bei Pro und Teams mit Jahreszahlung lässt sich das Jahreskontingent über zwölf Monate verteilen. Ist das Guthaben aufgebraucht, pausieren die Szenarien bis zur nächsten Zuteilung, einem Zukauf oder einer Tarifänderung.

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Alternativen & Vergleich

Zapier bietet mit mehr als 9.000 Apps einen größeren Katalog fertiger Anbindungen. Für Nutzer, die vor allem eine bestimmte Kombination seltener Dienste verbinden wollen, ist das ein guter erster Vergleich. Allerdings ist Zapier für viele Workflows häufig teurer.

n8n bietet ebenfalls visuelle Abläufe und KI-Agenten, lässt sich aber auch selbst betreiben. Das passt zu technisch versierten Nutzern, die Hosting und Anpassungen selbst kontrollieren möchten.

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Anbieter Informationen

Hauptsitz Prag
Gegründet 2015
Bewertung 13 Milliarden $ VC Backed

Make hat seinen Hauptsitz in Prag und gehört seit der Übernahme des Vorgängers Integromat im Oktober 2020 zu Celonis. Die Produktgeschichte reicht bis 2015 zurück.

Die Make-Website nennt für die Muttergesellschaft Celonis eine Bewertung von 13 Mrd.$. Dieser Wert bezeichnet Celonis insgesamt. Make ist ein etablierter Cloud-Dienst mit SOC-2-Type-II- und SOC-3-Prüfungen sowie Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung.

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Fazit & Bewertung

Das All-AI Urteil

Make lohnt einen näheren Blick, wenn ein Nutzer regelmäßig Daten zwischen mehreren Apps überträgt und dabei Bedingungen oder Verzweigungen braucht. Maia erleichtert den Einstieg, während Datenzuordnung und Verbrauchsplanung weiter Aufmerksamkeit verlangen. Ein kleiner Ablauf mit echten Beispieldaten zeigt am schnellsten, wie viel Arbeit Make im eigenen Alltag übernimmt.

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Empfehlung
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FAQ - die wichtigsten Fragen

Hier versuchen wir, die wichtigsten und häufigsten Fragen zu MAKE zu beantworten. Sollte noch etwas unklar sein, könnt ihr uns gerne per E-Mail oder über die sozialen Medien kontaktieren.

Frage 1: Was ist Make.com?
Make ist eine Cloud-Plattform, die Apps miteinander verbindet und wiederkehrende Aufgaben automatisiert. Der Nutzer baut die Abläufe auf einer visuellen Arbeitsfläche oder beschreibt sie dem KI-Assistenten Maia.
Frage 2: Was lässt sich mit Make automatisieren?
Make kann beispielsweise Kontakte übertragen, E-Mail-Entwürfe vorbereiten, Dokumente ablegen, Tabellen aktualisieren und Aufgaben anlegen. Bedingungen und Verzweigungen bestimmen, wann welche Aktion läuft.
Frage 3: Ist Make dasselbe wie Integromat?
Make ist die Nachfolgeplattform von Integromat. Der Anbieter gehört zu Celonis und führt das Angebot heute unter dem Namen Make.
Frage 4: Ist Make kostenlos?
Ja. Der dauerhaft kostenlose Tarif enthält 1.000 Credits pro Monat und erlaubt zwei gleichzeitig aktive Szenarien. Für größere Abläufe oder kürzere Prüfintervalle gibt es bezahlte Tarife.
Frage 5: Was kostet Make.com?
Bei 10.000 Credits pro Monat kosten Core, Pro und Teams bei monatlicher Zahlung 16$, 28$ und 51$. Bei Jahreszahlung entsprechen die Preise 11$, 20$ und 36$ pro Monat. Stand ist der 4. November 2026.
Frage 6: Was sind Credits bei Make?
Credits sind die Verbrauchseinheit von Make. Eine gewöhnliche Modulaktion kostet meist einen Credit. Einige KI- und Spezialfunktionen rechnen abhängig von ihrem tatsächlichen Verbrauch ab.
Frage 7: Reicht ein Credit für einen vollständigen Ablauf?
Üblicherweise braucht ein Ablauf mehrere Credits, weil mehrere Module Aktionen ausführen. Werden viele Datensätze einzeln verarbeitet, wiederholen sich diese Aktionen und erhöhen den Verbrauch.
Frage 8: Verfallen ungenutzte Make-Credits?
Monatliche Credits verfallen am Ende ihres Abrechnungszeitraums. Pro und Teams bieten bei Jahreszahlung ein Jahreskontingent, das innerhalb von zwölf Monaten genutzt werden kann.
Frage 9: Was passiert, wenn die Credits aufgebraucht sind?
Die Szenarien pausieren, bis wieder Guthaben verfügbar ist. Der Nutzer kann zusätzliche Credits kaufen, den Tarif ändern oder die nächste Zuteilung abwarten.
Frage 10: Braucht man Programmierkenntnisse für Make?
Für viele Standardabläufe reichen die fertigen App-Module und Filter. Bei komplexen Abläufen muss der Nutzer Datenfelder, Bedingungen und Fehlerpfade verstehen. Eigene API-Anbindungen verlangen zusätzliche technische Kenntnisse.
Frage 11: Gibt es Make auf Deutsch?
Die Bedienoberfläche ist auf Englisch. Deutsche Texte lassen sich trotzdem zwischen Apps übertragen und durch angebundene KI-Modelle verarbeiten.
Frage 12: Welche Apps unterstützt Make?
Make bietet mehr als 3.500 App-Anbindungen, darunter Gmail, Google Sheets, Microsoft 365, Slack, Notion, HubSpot und Shopify. Weitere Dienste lassen sich bei geeigneter API über HTTP oder eigene Anbindungen ergänzen.
Frage 13: Was ist ein Szenario in Make?
Ein Szenario ist ein automatisierter Ablauf aus miteinander verbundenen Modulen. Es startet beispielsweise zu einer festgelegten Zeit, durch eine neue Formularantwort oder über einen Webhook.
Frage 14: Was ist Maia by Make?
Maia ist der integrierte KI-Assistent zum Erstellen, Ändern und Erklären von Szenarien. Der Nutzer beschreibt sein Ziel und kann den erzeugten Ablauf anschließend auf der Arbeitsfläche bearbeiten.
Frage 15: Was können Make AI Agents?
Make AI Agents verarbeiten freie Eingaben und wählen passende Aktionen aus den vom Nutzer bereitgestellten Möglichkeiten. Sie können dafür Wissen und Geschäftsdaten einbeziehen. Die neue Agenten-App ist als offene Beta verfügbar.
Frage 16: Kosten KI-Modelle bei Make zusätzlich?
Beim KI-Zugang von Make wird der KI-Verbrauch über Credits abgerechnet. Bei einer eigenen Verbindung zu einem externen KI-Anbieter berechnet dieser seine API-Nutzung separat, während Make die Modulaktionen abrechnet.
Frage 17: Kann Make mit KI-Assistenten verbunden werden?
Ja. Über den Make MCP Server können kompatible KI-Assistenten freigegebene Szenarien als ausführbare Aktionen nutzen. Der Nutzer legt fest, welche Abläufe und Eingaben verfügbar sind.
Frage 18: Läuft Make weiter, wenn der Computer ausgeschaltet ist?
Ja. Aktivierte Szenarien laufen in der Cloud. Der Browser dient zum Einrichten und Prüfen, die verbundenen Konten und das benötigte Guthaben müssen verfügbar bleiben.
Frage 19: Wie schnell reagiert Make auf neue Daten?
Bei zeitgesteuerten Abfragen liegt das kürzeste Intervall im kostenlosen Tarif bei 15 Minuten und in bezahlten Tarifen bei einer Minute. Webhooks können Ereignisse direkt an Make melden, wenn die angebundene App dies unterstützt.
Frage 20: Welche Alternativen zu Make.com gibt es?
Zapier bietet einen größeren Katalog fertiger App-Anbindungen. n8n eignet sich für Nutzer, die Abläufe auch selbst hosten möchten. Microsoft Power Automate ergänzt Cloud-Abläufe um die Automatisierung von Desktop-Programmen.

Von Menschen für Menschen

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