Mit Qwen Intelligence will Alibaba Smartphones befähigen, Reisen neu zu planen, Termine anzupassen und Bilder zu erstellen. Dahinter steckt keine einzelne App, sondern eine Plattform für Handyhersteller. Sie können deren KI-Funktionen in den eigenen Systemassistenten einbauen.
Drei Agenten für einen Auftrag
Der Mobile Planner Agent zerlegt eine Bitte in einzelne Schritte und passt den Plan an, wenn sich etwa eine Reiseverbindung ändert. Er kann dabei mit Erlaubnis des Nutzers gespeicherte Vorlieben berücksichtigen.
Quelle: Alibaba
Der Mobile-Use Agent setzt die Schritte über eine direkte Schnittstelle zur jeweiligen App um, wenn sie vorhanden ist. Das spart Umwege bei der Bedienung. Fehlt sie, erkennt er Schaltflächen auf dem Bildschirm und tippt oder wischt wie ein Nutzer. Bei Zahlungen und anderen sensiblen Aktionen ist eine Bestätigung vorgesehen.
Quelle: Alibaba
Der Mobile Creative Agent übernimmt die Bildgestaltung. Aus einem kurzen Satz kann er etwa ein Motiv für eine Grußkarte oder einen Hintergrund erzeugen. Im Ankündigungsbeitrag nennt Qwen drei Sekunden pro Bild. Die Produktdokumentation veranschlagt für einfache Aufträge dagegen rund sechs Sekunden, für komplexere etwa zehn.
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Wie gut funktioniert das?
Im Planungsbenchmark MobilePA-Bench erreicht der Qwen-Agent 77 Prozent und liegt damit knapp vor GPT-6 Astra mit 76 Prozent.
Quelle: Alibaba
Bei MobileWorld, einem Test mit längeren Aufgaben in mehreren Apps, schafft der Mobile-Use Agent 82 Prozent, der nächstplatzierte Konkurrent 73 Prozent. Auf echten Smartphones erzielt Qwen im Test MobileWorld-Real 92 Prozent, der Zweitplatzierte 89 Prozent. Die Zahlen beschreiben abgeschlossene Testaufgaben.
Quelle: Alibaba
Qwen Intelligence richtet sich zunächst an Hersteller. Sie können die öffentliche Beta über Qwens Webseite und Alibaba Cloud testen. Für Privatnutzer gibt es keine frei zugängliche Version. Als erstes Smartphone mit der Technik ist das Honor Magic9 angekündigt, das am 28. September vorgestellt wird.




