Sam Altman wird beobachtet

Warum Microsoft die Partnerschaft mit OpenAI fast beendete

Neue Beweismittel im Prozess von Elon Musk offenbaren die wahre Meinung über OpenAI.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Sam Altman wird beobachtet

Offengelegte Gerichtsunterlagen aus dem Rechtsstreit zwischen Elon Musk und OpenAI enthüllen unerwartete Details zur frühen Partnerschaft mit Microsoft. Interne E-Mails dokumentieren präzise, wie stark Führungskräfte um CEO Satya Nadella im Jahr 2018 an den Forschungszielen des heutigen Branchenführers zweifelten.

Kostspielige Rechenleistung

Sam Altman bat den Tech-Konzern im Spätsommer 2017 um eine drastische Erhöhung der Cloud-Ressourcen. Anstelle der ursprünglich vereinbarten 60 Millionen US-Dollar verlangte das Labor plötzlich Azure-Dienste im Wert von 300 Millionen US-Dollar.

Altman rechtfertigte diesen enormen Bedarf mit dem Streben nach AGI. Er beschrieb die eigenen Arbeiten als das bisher ehrgeizigste Unterfangen in der Geschichte der KI-Forschung.

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Eigene KI-Modelle galten als überlegen

Aufgrund dieser hohen Forderung konsultierte Satya Nadella umgehend seine internen Fachabteilungen. Microsofts eigenes KI-Team analysierte die Lage und sah den Dokumenten zufolge »keinen Mehrwert durch eine Zusammenarbeit«.

Zusätzlich stuften die Experten die internen Entwicklungen als deutlich fortschrittlicher ein. Parallel dazu stieß das damalige Auftreten von OpenAI bei der PR-Abteilung auf Ablehnung. Das Narrativ von Maschinen, die menschliche Spieler in Videospielen besiegen, passte schlicht nicht zur Unternehmenskommunikation.

Nadella selbst hinterfragte den Fokus der Forschung. Ein direkter Wettbewerbsvorteil durch die externe Technologie ließ sich für ihn zu diesem Zeitpunkt nicht erkennen.

Die Konkurrenz im Nacken

Lediglich die Furcht vor einem Wechsel des Labors zu einem anderen Anbieter verhinderte einen endgültigen Bruch. CTO Kevin Scott skizzierte das Risiko eines PR-Desasters, sollte OpenAI bei einem Finanzierungsstopp verärgert zu Amazon abwandern.

Trotz dieser deutlichen Warnung fror der Konzern die finanzielle Unterstützung aufgrund der hohen Kosten vorerst ein. Erst im Jahr 2019 nahmen beide Parteien die Kooperation wieder auf.

Die Anwälte von Elon Musk nutzen diese E-Mails nun, um die unstete Dynamik der Partnerschaft vor Gericht faktisch zu belegen.

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