Mitarbeiter bei DeepL

DeepL setzt voll auf KI und entlässt 25% Mitarbeiter

CEO Jarek Kutylowski richtet das Unternehmen neu aus, während die Verluste anhalten.

Andreas Becker Nano Banana
Mitarbeiter bei DeepL

DeepL verkleinert seine Belegschaft um 250 Angestellte und streicht damit ein Viertel der bestehenden Arbeitsplätze. Zukünftig richtet das Kölner Technologieunternehmen seinen Fokus auf eine reine KI-Strategie, bei der leistungsfähige KI-Modelle weitreichende Aufgabenbereiche übernehmen.

Automatisierung statt Abteilungen

Den grundlegenden Aufbau der Firma krempelt CEO Jarek Kutylowski aktuell komplett um. Künstliche Intelligenz bearbeitet fortan Routineaufgaben, wofür bisher ganze Teams zuständig waren. Kleine, spezialisierte Arbeitsgruppen sollen durch diesen Schritt wesentlich agiler entscheiden.

Folglich erwartet das Management spürbar sinkende Abstimmungsaufwände im Arbeitsalltag. Eine interne Taskforce, die der Gründer persönlich leitet, passt derzeit sämtliche Produkte sowie interne Arbeitsabläufe an diese KI-native Ausrichtung an.

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Expansion in den Audiomarkt

Parallel zu den internen Kürzungen erschließt der Übersetzungsdienst neue technische Bereiche. Verstärkt integrieren die Entwickler nun Echtzeit-Sprachübersetzungen in das Portfolio. Speziell für dieses Vorhaben übernimmt DeepL die Mitarbeiter des Audio-Streaming-Spezialisten Mixhalo, um das eigene Know-how auszubauen.

Mit dieser technologischen Erweiterung geht gleichzeitig ein geografischer Schritt einher. Ein neu eröffnetes Büro in San Francisco bringt das Kölner Unternehmen näher an den US-amerikanischen Markt.

Rote Zahlen trotz hoher Bewertung

Abseits der Produktentwicklung drückt derweil die wirtschaftliche Realität. Schon für das Jahr 2023 verzeichneten die Geschäftsbücher ein operatives Minus. Auch für den weiten Zeitraum zwischen 2024 und 2027 prognostiziert die Chefetage anhaltend rote Zahlen.

Hohe Firmenbewertungen prägten zwar die vergangenen Finanzierungsrunden, doch eine echte Profitabilität lässt weiter auf sich warten. Die aktuelle Verschlankung der Strukturen dokumentiert letztlich den Versuch, langfristig ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell zu etablieren.

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