Donald Trump hat ein Problem mit künstlicher Intelligenz. Nicht mit der Technik, sondern mit dem Wort »künstlich«. Das klinge nach »fake«, erklärte er vor der UN-Vollversammlung. Also soll KI in offiziellen US-Dokumenten künftig »Super Intelligence« heißen.
Erst abstimmen, dann anders entscheiden
Zuvor ließ Trump über mögliche Namen abstimmen. »Superior Intelligence« und »Extreme Intelligence« standen im Finale, nachdem »Supreme Intelligence« ausgeschieden war.
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— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) September 20, 2026
Vor der UN verkündete Trump dann »Super Intelligence«. Wer sich jetzt fragt, wozu die Abstimmung gut war, hat das Prinzip offenbar noch nicht verstanden: Das Publikum darf mitspielen, solange der Chef das Ergebnis aussucht.
Dabei ist »Superintelligenz« bereits ein Begriff mit Bedeutung. Ausgerechnet der Wirtschaftsbericht des Weißen Hauses beschreibt damit eine KI, deren Fähigkeiten die des Menschen übertreffen. Jetzt übertrifft eben jede künstliche Intelligenz einfach die Intelligenz des Menschen und bei einem Menschen, einem Präsidenten, mag das sogar stimmen.
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Der Witz wäre harmlos, wenn es nur um einen albernen Namen ginge. Trump tut Warnungen vor KI-Risiken ab und will nun ausgerechnet den Begriff für eine besonders mächtige, bislang nicht erreichte Form von KI auf alles kleben. Wer jedes Modell »super« nennt, macht es schwerer, über seine tatsächlichen Fähigkeiten und Grenzen zu sprechen.
Ob die Umbenennung schon formell angeordnet wurde, ist offen. Trump selbst fragte in seiner Rede, ob er die Macht habe, den Begriff weltweit durchzusetzen. Vielleicht ja, vielleicht nein. Sicher ist nur: ChatGPT wird durch ein neues Kürzel weder klüger noch verlässlicher. Für die Regierung wäre es schon ein Fortschritt, wenn sie das auseinanderhalten könnte.
