Der Mac mini mit M6 Chip kommt heute in den Handel und Apple stellt KI in den Mittelpunkt. Tatsächlich verarbeitet der neue Mac Mini Prompts in LM Studio bis zu 4,8-mal schneller als der M4. Trotzdem ist das neue Modell nicht mehr derselbe Preis-Leistungs-Tipp wie sein Vorgänger.
Mehr Tempo für lokale KI
Der M6 kombiniert zwölf GPU-Kerne erstmals mit Neural Accelerators und einer doppelten Neural Engine. Auch die Bandbreite des gemeinsamen Arbeitsspeichers steigt in den Konfigurationen mit 24 oder 32 GB auf 170 GB/s. Das macht lokale Sprachmodelle, Bildgeneratoren und KI-Agenten schneller, ohne Daten an einen Cloud-Dienst zu schicken.
Apples Vergleich verdient dennoch einen genauen Blick. Der Konzern hat jeweils üppig ausgestattete Mac mini mit 32 GB Arbeitsspeicher und 2 TB SSD getestet. Preis 2.589,00 €! Wer das Basismodell für 1.049 Euro kauft, erhält nur 16 GB und 256 GB Speicher.
Der Arbeitsspeicher bleibt die Grenze
Für lokale KI zählt nicht allein das Rechentempo. Das KI-Modell muss in den gemeinsamen Arbeitsspeicher passen, den sich CPU, GPU und macOS teilen. Mit 16 GB eignet sich der Mac mini deshalb vor allem für kleinere Modelle und erste Experimente. 24 GB sind vernünftiger, 32 GB die bessere Wahl für eine längere Nutzung.
Mehr bietet der M6 jedoch nicht. Wer größere lokale Modelle einsetzen will, muss zum Mac mini mit M5 Pro greifen. Er lässt sich mit 64 GB bestellen, erreicht 307 GB/s Speicherbandbreite und startet bei 1.999 Euro.
Unterm Strich bleibt der Mac mini M6 ein kompakter und sparsamer Rechner für lokale KI, aber kein Schnäppchen. Der M4 startete 2024 noch bei 699 Euro und bot ebenfalls bis zu 32 GB. Für Besitzer dieses Modells lohnt sich der Wechsel nur, wenn die höhere Geschwindigkeit wirklich gebraucht wird. Neueinsteiger sollten mindestens 24 GB einplanen oder nach einem günstigeren M4 mit 32 GB suchen.

