Ein Lehrer schreibt eine Formel an die Tafel, daneben erscheint der passende Funktionsgraph. Die »Tongchuang AI Blackboard« verbindet vertrautes Schreiben mit interaktiven Grafiken und drehbaren 3D-Modellen. Auf der KI-Messe WAIC 2026 in Shanghai zeigte der Hersteller, wie das im Unterricht aussehen kann.
Aus der Handschrift wird ein interaktives Modell
Die Tafel kombiniert einen Hauptbildschirm mit zwei seitlichen Schreibflächen. Lehrer können weiterhin mit Kreide schreiben. Die handschriftlichen Inhalte erscheinen digital auf dem Bildschirm und lassen sich dort weiterverarbeiten.
Aus einer Formel wie »y = x² − 3« entsteht eine Parabel. Gezeichnete Figuren kann die Tafel begradigen und in räumliche Modelle verwandeln. Schüler können diese drehen und beispielsweise die Lage von Kanten und Flächen untersuchen. So lässt sich ein Körper von mehreren Seiten betrachten, statt ihn nur als Zeichnung zu erklären.
Außerdem erkennt die Tafel Unterrichtsinhalte und ruft passende Lernmaterialien auf. Sie kann Stunden aufzeichnen und anschließend strukturierte Zusammenfassungen erstellen. Auch auf der chinesischen Bildungsmesse Ende Oktober 2026 führte iFLYTEK diese Funktionen vor.
Quelle: iFLYTEK
Und bei uns steht noch die Kreidetafel?
Auch deutsche Schulen nutzen längst digitale Tafeln. In einer repräsentativen Bitkom-Lehrerbefragung aus dem Jahr 2024 berichteten 72% der Befragten, dass an ihrer Schule interaktive Whiteboards oder Smartboards genutzt werden. Das darf jedoch nicht mit jedem Klassenraum verwechselt werden. Auch die Funktionen unterscheiden sich deutlich.
Die Voraussetzungen sind allerdings erheblich unterschiedlich. Im Jahr 2026 bewerteten 49% der befragten Lehrer die technische Ausstattung und Infrastruktur ihrer Schule als eher oder sehr schlecht.
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Was kostet die KI-Tafel?
Der Hersteller bietet die Tafel als Schulausstattung an, die Produktreihe ist in China bereits im Unterricht im Einsatz. Für die 2026 gezeigte Ausführung nennt der Hersteller noch keinen öffentlichen Listenpreis.

