Google stellt Gemini 4 Carbon vor, sein neues Spitzenmodell für Programmierung und Cybersicherheit. Im Intelligence Index von Artificial Analysis erreicht es nach Angaben von Google und Konzernchef Sundar Pichai 59 Punkte und damit Platz eins.
Carbon folgt nur wenige Wochen nach Gemini 4 Argon. Der Zugang startet zunächst für ausgewählte Experten für Cyberabwehr.
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Gemini 4 Carbon legt bei Benchmarks zu
Im Intelligence Index 5.0 liegt Carbon mit 59 Punkten vor Claude Opus 5.5 mit 58 und GPT-6 Astra mit 57 Punkten. Gemini 4 Argon erreicht in Googles Vergleich 50 Punkte. Der Index fasst Ergebnisse aus mehreren Bereichen zusammen, darunter Programmierung, Reasoning und wissenschaftliche Aufgaben.
Damit schlägt Gemini 4 Carbon sowohl bei der Leistung als auch beim Preis Claude Opus 5.5. Anthropic verliert damit seit langer Zeit seine Spitzenposition.
Bei praktischen Aufgaben in einer Terminalumgebung erzielt Carbon im Terminal-Bench 4.0 einen Wert von 65 Prozent. Argon kommt auf 57 Prozent, Claude Opus 5.5 auf 60 Prozent. Bei wissenschaftlichen Aufgaben erreicht Carbon im Terminal-Bench-Science 65 Prozent gegenüber 53 Prozent für Argon.
Quelle: Google - 59 Punkte laut Sundar Pichai
Beim Bedienen von Computern liegt Carbon nicht überall vorn. Im OSWorld-2.1-Test erreicht es 82 Prozent, während Claude Opus 5.5 auf 87 Prozent kommt. Der Benchmark prüft Aufgaben an einer grafischen Oberfläche.
Sicherheitslücken finden und ausnutzen
Ein Schwerpunkt von Carbon liegt auf Cybersicherheit. Im SEC-bench Pro erkennt das Modell 88 Prozent der getesteten Schwachstellen. GPT-6 Astra erreicht 85 Prozent und Argon 83 Prozent.
Quelle: Google - 59 Punkte laut Sundar Pichai
Im ExploitGym prüft Carbon, ob sich Sicherheitslücken tatsächlich ausnutzen lassen. Bei einem Zeitlimit von zehn Stunden erzielt es 55 Prozent, Argon kommt unter denselben Bedingungen auf 42 Prozent. Google ließ die Tests zur Cybersicherheit ohne Schutzmechanismen durchführen.
Quelle: Google - 59 Punkte laut Sundar Pichai
Carbon ist außerdem für längere, mehrstufige Aufgaben ausgelegt. Google berichtet, dass seine Teams das Modell über mehrere Tage an komplizierten Problemen arbeiten ließen. Dazu gehörten die Suche nach Fehlerursachen und das Beheben von Fehlern in großen Codebasen.
Google hat auch das Verhalten des Modells verbessert. In internen Tests halbierte Carbon die Zahl unbelegter Behauptungen gegenüber Argon ungefähr. Im Gray-Swan-Test für indirekte Prompt-Injection gelang keiner der getesteten Angriffe, bei Argon waren es rund ein Prozent.
Quelle: Google - 59 Punkte laut Sundar Pichai
Preise und Verfügbarkeit
Noch in dieser Woche erhalten ausgewählte Experten für Cyberabwehr Zugang. Danach will Google weitere Partner über das Fairwind-Programm aufnehmen und Carbon anschließend für Entwickler, Unternehmen und Verbraucher verfügbar machen. Einen konkreten Termin für den breiten Start nennt Google nicht.
Zum Start gelten dieselben Einführungspreise wie bei Argon. Eine Million Eingabe-Token kostet 2 Dollar, eine Million Ausgabe-Token 10 Dollar. Für zwischengespeicherte Eingabe-Token gibt es 95 Prozent Rabatt.






