Ein Canva Vogel

Canva steigt mit erstem Bildmodell in die Spitzenklasse ein

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Canva Vogel

Canva hat mit »Craft« sein erstes eigenes Bildmodell veröffentlicht und steigt in der DesignArena direkt hinter OpenAI auf Rang zwei ein. In diversen Unterkategorien liegt es sogar auf Rang eins.

Canva Craft erreicht Platz vier unter den Bildmodellen

DesignArena lässt Nutzer anonymisierte Bilder verschiedener Bildmodelle vergleichen. Im Einzelmodell-Ranking liegt Craft mit 1.340 Punkten auf Rang vier. Davor stehen ausschließlich drei OpenAI-Modelle: GPT-Image-2.5 Sunburst mit 1.406 Punkten, GPT-Image-2.5 Flare mit 1.382 Punkten und GPT Image 2 mit 1.362 Punkten.

Quelle: Canva

Craft führt zwei Unterkategorien an. Bei Menschen und Porträts belegt das Modell Platz eins unter 87 Kandidaten, bei Landschaften und Natur Platz eins unter 85 Kandidaten. Abstrakte Motive und Muster bringen Rang zwei, Architektur sowie Produktbilder jeweils Rang vier.

Quelle: Canva

Bei Marketingmaterialien landet Craft auf Platz fünf. Schwächer fällt das Ergebnis bei Cartoons aus, wo das Modell Rang 14 von 87 erreicht.

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Erst planen, dann das Bild rendern

Craft erzeugt ein Bild in zwei Stufen. Zuerst erstellt ein Planungsmodell aus dem Prompt eine genaue Komposition mit Objekten, Größenverhältnissen, Positionen, visueller Hierarchie und Text. Anschließend rendert ein zweites Modell daraus das fertige Bild mit bis zu 2K-Auflösung in mehr als 30 Seitenverhältnissen.

Prompts funktionieren in allen Sprachen, während Craft Text in 55 Sprachen erzeugt. Einzelne Elemente lassen sich gezielt ändern, ohne das übrige Motiv neu aufzubauen. Magic Layers kann die Ausgabe danach in getrennte und editierbare Design-Elemente zerlegen.

Millionen Designvorlagen statt einer Fotosammlung

Canva trainierte Craft mit Millionen menschengemachter Vorlagen aus seiner Bibliothek. Dazu gehören Poster, Präsentationen, Infografiken, Menüs und Social-Media-Designs. Nach dem Vortraining folgten überwachtes Fine-Tuning und Reinforcement Learning mit Rückmeldungen professioneller Designer.

Designer und Forscher verglichen mehr als 25.000 Bildpaare. Canva Research beschäftigt inzwischen über 160 Forscher und Ingenieure innerhalb einer 400 Mitarbeiter starken KI-Abteilung. In der Gruppe gingen unter anderem die übernommenen Teams von Kaleido und Leonardo auf.

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Dream Lab, API und schnellere Varianten

Craft steht weltweit allen Canva-Nutzern im Dream Lab sowie über die öffentliche API zur Verfügung. Die Anbindung an Chatbots und automatisierte Abläufe über den Canva MCP Server folgt später.

Ebenso sollen weitere Modelle wie »Craft-fast« und »Craft-ultrafast« folgen. Die generieren schneller und ... noch schneller.

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