Ein genetischer Hund

Warhound sammelt 200 Millionen Dollar für genetische Kriegshunde

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein genetischer Hund

Das neue US-Unternehmen Warhound hat 200 Millionen Dollar eingesammelt, um Einsatzhunde zu klonen, genetisch zu verändern und mit Technik von Anduril auszurüsten. Investoren bewerten das Unternehmen bereits mit 1,2 Milliarden Dollar, obwohl noch kein Warhound geboren wurde.

Von der Biobank zum Einsatzhund

Warhound geht auf eine Idee von Colossal-Chef Ben Lamm und Anduril-Gründer Palmer Luckey zurück. Das Unternehmen lagert Zelllinien besonders guter Belgischer Schäferhunde und Deutscher Schäferhunde in einer Biobank. Aus diesen Zellen sollen Klone entstehen, deren Gene gezielt bearbeitet werden.

Zunächst will Warhound schädliche Varianten ausschließen, die unter anderem Muskelschwund und Hüftprobleme verursachen. Später könnten weitere Merkmale wie Geruchssinn, Geschwindigkeit oder Beweglichkeit folgen. Die ersten Welpen sollen Anfang 2027 geboren werden und im Idealfall innerhalb von zwei Jahren einsatzbereit sein.

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Anduril liefert Schutz und Sensoren

Anduril steuert Schutzwesten, Augen- und Gehörschutz sowie die Anbindung an seine Eagle-Eye-Technik bei. Sensoren an der Ausrüstung könnten Daten an den Hundeführer übertragen und ihm ein besseres Bild der Lage geben. Implantate im Tier sind nicht geplant.

Die Hunde sollen Sprengstoff suchen und andere Aufgaben übernehmen, die für Menschen gefährlich oder für Maschinen zu schwierig sind. Warhound begründet das Vorhaben auch mit einem Versorgungsproblem. Mehr als 80 Prozent der Militärhunde in den USA stammen aus Europa, während weniger als die Hälfte der beschafften Tiere den Dienst erreicht.

Quelle: Warhound

Milliardenbewertung ohne Kunden

Warhound hat bislang weder einen unterschriebenen Kunden noch einen Preis pro Hund. Als Käufer nennt das Unternehmen das US-Verteidigungsministerium, Polizei und Rettungskräfte. Colossal hält Anteile und lizenziert seine Klon- und Gentechnik, Luckey besitzt dagegen keine Beteiligung.

Die American Humane Society soll das Trainingsprogramm zertifizieren und bei der Unterbringung ausgemusterter Hunde helfen. Damit startet Warhound als teures Versprechen aus Biotechnologie und Rüstungstechnik.

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