KI-Modelle für die Robotik benötigen Trainingsmaterial, das reale Interaktionen mit der Umgebung zeigt. Da das Internet solche Bewegungsdaten nicht liefert und externe Anbieter nicht genug vielfältiges Material sammeln konnten, übernimmt Figure das nun selbst. Das hauseigene KI-Modell Helix lernt nun direkt aus den hochgeladenen Videos von Menschen.
In den vergangenen vier Monaten testete das Unternehmen eine App zur Datensammlung. Sie verzeichnet über 264.000 Downloads und mehr als 44.000 wöchentlich aktive Nutzer. Diese sogenannten Creator haben bislang 16 Millionen Videos von Haushaltsarbeiten oder Tätigkeiten in Unternehmen eingereicht. Für ihre Arbeit erhielten sie Auszahlungen in Höhe von insgesamt 15 Millionen US-Dollar.
Quelle: Figure
Fünf Stufen zur Qualitätskontrolle
Die Server verarbeiten jede Sekunde 30 Minuten neues Videomaterial. Ein fünfstufiger Filterprozess sortiert unbrauchbare Daten aus. Nach automatischen Qualitätsfiltern prüfen menschliche Analysten die Einsendungen auf Betrugsversuche.
Anschließend sortiert ein Algorithmus Videos aus, die bereits vorhandenem Material zu stark ähneln. Er ordnet die verbleibenden Daten bestimmten Aufgaben zu und versieht sie mit Textbeschreibungen. Pro 1.000 erfasster Stunden enthält der Datensatz 373 unterschiedliche Aufgabenbereiche und 1.146 manipulierte Objekte.
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Eine Milliarde Dollar für Rechenleistung und Daten
Heute erscheint die App offiziell unter dem Namen Index im Apple App Store und bei Google Play. Nutzer können sich dort registrieren, um eigene Arbeiten zu filmen oder sogenannte Creator zu buchen, die bei Alltagsaufgaben im eigenen Haushalt oder Betrieb helfen.
Figure plant, die aktuelle Datenmenge zu verhundertfachen. In den kommenden zwölf Monaten investiert das Unternehmen dafür über eine Milliarde US-Dollar in die Datengewinnung und die notwendige Rechenleistung. Ziel der Entwicklung ist ein Dienstleistungsmodell, bei dem Roboter künftig alltägliche Aufgaben im Haushalt und in Betrieben vollständig übernehmen.


