Clips mit Disney-Inhalten sind bald offiziell auf TikTok erlaubt
Creator dürfen nun legal Clips aus Star Wars oder Marvel für ihre eigenen Inhalte nutzen.

Disney und TikTok haben ein weitreichendes Abkommen geschlossen. Creator dürfen künftig Szenen aus Filmen und Serien des Unterhaltungskonzerns in ihren Videos nutzen, ohne Urheberrechtsstrafen zu fürchten. Die Kurzvideos landen dabei nicht nur auf TikTok, sondern auch auf Disneys hauseigener Plattform Verts.
Ende der Urheberrechts-Strafen
Die neue Erlaubnis gilt für das gesamte Disney-Portfolio inklusive aller Tochtergesellschaften. Fans können damit legal Ausschnitte aus Franchises wie Star Wars, dem Marvel Cinematic Universe oder Toy Story in ihre Clips einbauen. Das Programm startet zunächst in den USA, bevor es weltweit ausgerollt wird.
Bislang löschte TikTok derartige Fan-Inhalte ohne ausdrückliche Genehmigung häufig. In einer gemeinsamen Stellungnahme betonten beide Unternehmen nun die gestiegene Bedeutung dieser Formate für die Unterhaltungsindustrie.
Allein im vergangenen Jahr registrierte TikTok im Schnitt 6,5 Millionen Beiträge zu Filmen und Serien pro Tag. Durch die offizielle Rechtefreigabe wollen Disney und TikTok einem breiten Publikum erleichtern, sich rund um große Filmstarts mit Fan-Inhalten zu beschäftigen.
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Neue Videoplattform und geplatzter KI-Deal
Die geteilten Videos bleiben nicht exklusiv auf TikTok, sondern werden automatisch auch in Disneys eigener App Verts ausgespielt. Das Unternehmen hat den Dienst erst im März auf dem US-Markt eingeführt und plant ebenfalls eine weltweite Expansion.
Zusätzlich zur Rechtefreigabe starten die beiden Partner ein gemeinsames Förderprogramm. Ausgewählte Creator erhalten darüber mehr Reichweite für ihre Videos sowie Zugang zu exklusiven Events.
Marken binden Influencer immer stärker in ihre Marketingstrategien ein. Dabei geraten zunehmend auch kleine Kanäle in den Fokus, sofern diese eine hochaktive Nischen-Community besitzen.
Über die finanziellen Details der Partnerschaft machten Disney und TikTok keine Angaben. Die Einigung folgt jedoch kurz auf einen gescheiterten Milliarden-Deal zwischen Disney und OpenAI.
Die Firmen verhandelten zuvor über ein Abkommen, um Disney-Charaktere offiziell in KI-generierten Videos zu nutzen. OpenAI sagte die Vereinbarung im März jedoch ab, als das Unternehmen sein KI-Videotool Sora einstellte.