Der Zahlungsdienstleister Stripe kauft das KI-Startup OpenRouter. Mit dem Deal sichert sich das Fintech-Unternehmen eine zentrale Plattform, die den Zugriff auf Sprachmodelle vermittelt und direkt abrechnet.
Bewertung nach wenigen Monaten verfünffacht
Laut Bloomberg beläuft sich der Kaufpreis auf mehr als sieben Milliarden US-Dollar. Noch im Mai stuften Investoren wie Sequoia und Andreessen Horowitz das Unternehmen nach einer Finanzierungsrunde auf 1,3 Milliarden Dollar ein. OpenRouter-CEO Alex Atallah nannte sein Produkt bereits damals das »Stripe für KI«.
OpenRouter ist der größte neutrale Anbieter bzw. Vermittler von über 400 KI-Modellen. Auch wir nutzen die Plattform für eigene Workflows und Tests, da man völlig unabhängig von einzelnen KI-Anbietern ist. Fällt ein Modell aus, kann es einfach durch ein anderes ersetzt werden.
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Stripe dominiert den Markt
Der Zukauf erweitert das Kerngeschäft von Stripe als internationaler Zahlungsdienstleister. Stripe ist dabei nicht an der Börse notiert und wird nach einem Aktienverkauf für Mitarbeiter im Februar 2026 mit rund 159 Milliarden Dollar bewertet.
Stripe ist damit fast dreimal so viel wert wie der Konkurrent PayPal, der an der Börse derzeit auf rund 54 Milliarden Dollar kommt. Berichten zufolge verhandelt Stripe aktuell sogar darüber, PayPal gemeinsam mit einem Investor komplett zu übernehmen. Zu diesen laufenden Gesprächen und dem OpenRouter-Kauf äußerte sich Stripe bislang nicht.
