OpenAI drosselt Rechenzentren, wenn das Stromnetz an seine Grenze kommt

OpenAI startet mit »Grid Protectors« ein landesweites Programm für seine künftigen Rechenzentren in den USA. Bei Hitzewellen, Kälteeinbrüchen und anderen Engpässen sollen die Standorte ihren Stromverbrauch senken und so Haushalten sowie anderen Unternehmen Vorrang lassen.
Georgia liefert das Modell für weitere Standorte
Den Anfang macht der geplante Campus Project Camellia im Effingham County im US-Bundesstaat Georgia. Der Standort soll bis zu 3.200 Megawatt Strom beziehen. In einer Vereinbarung über 25 Jahre darf der Versorger Georgia Power die gelieferte Leistung in Zeiten hoher Nachfrage um bis zu 1.000 Megawatt reduzieren.
Diese sogenannte flexible Demand Response entspricht laut OpenAI dem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 700.000 US-Haushalten. Der Campus soll seine Rechenleistung dann gezielt herunterfahren. Batterien, Stromspeicher und eine eigene Erzeugung können je nach Standort ebenfalls helfen, den Verbrauch zu glätten.
OpenAI will ähnliche Regeln künftig mit Versorgern, Aufsichtsbehörden und Politikern für weitere Rechenzentren vereinbaren. Die Verträge sollen jeweils festlegen, wie viel Leistung ein Standort wie schnell und für welchen Zeitraum abgeben kann.
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OpenAI verspricht Entlastung bei Kosten und Spitzenlast
Der Entwickler von ChatGPT will zudem die Stromkosten sowie die notwendige Infrastruktur seiner Standorte vollständig bezahlen. Ein gleichmäßiger Verbrauch außerhalb der Spitzenzeiten soll Leitungen und Umspannwerke besser auslasten.
Georgia Power rechnet durch sein gesamtes Portfolio großer Stromkunden ab 2029 mit jährlichen Einsparungen von rund 950.000.000$. Ein typischer Haushalt mit einem Monatsverbrauch von 1.000 Kilowattstunden soll dadurch mindestens 15$ pro Monat sparen.
Project Camellia dient OpenAI als erster Praxistest für das neue Programm.