OpenAI hat vier Modelle im Angebot, die sich in Preis, Tempo und Stärken unterscheiden. Ein OpenAI-Mitarbeiter erklärt nun, welches Modell sich für welche Aufgaben eignet und warum die Reihenfolge nicht für jede Aufgabe gilt.
Von Luna bis Astra
Als erste Orientierung nennt der Mitarbeiter auf Hacker News die Reihenfolge Luna, Terra, Sol und Astra. Größere Modelle liefern im Allgemeinen bessere und zuverlässigere Ergebnisse, kosten aber mehr. Sie können zudem eher auf seltenes Wissen zurückgreifen.
Wer vor allem Qualität sucht, greift demnach zu Astra. GPT-6.1 Sol ist eine Option für anspruchsvolle Aufgaben, wenn auch die Kosten eine Rolle spielen. Für einfache, klar umrissene Aufgaben oder viele wiederkehrende Aufträge ist Luna die günstigste Wahl.
GPT-6.1 Terra liegt dazwischen. Es eignet sich für Nutzer, die weniger als für Sol ausgeben möchten, aber mehr Fähigkeiten als bei Luna brauchen. In der API kostet Terra pro Token halb so viel wie Sol.
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Terra punktet beim Schreiben
Die Größe allein entscheidet nicht über jede Fähigkeit. Neuere Modelle können von anderen Trainingsdaten und Techniken profitieren. Deshalb kann ein kleineres Modell bei einzelnen Aufgaben besser abschneiden als ein größeres.
Der OpenAI-Mitarbeiter sieht Terra bei technischer Kommunikation sogar vor Sol und Astra. Auch beim Schreiben scheint Terra einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Erste Eindrücke bestätigen, dass das Modell klarer und natürlicher formuliert. OpenAI-Mitarbeiter Tibo Sottiaux hebt außerdem Persönlichkeit und ein besseres Verständnis für nuancierte Anfragen hervor.
Bei Bildverständnis und Computerbedienung sieht der Mitarbeiter Terra etwa auf dem Niveau der größeren Modelle, aber deutlich schneller. Wer Anwendungen über die API oder ein Abo nutzt, kann mit Terra zudem mehr Aufgaben innerhalb seines Nutzungsbudgets erledigen. Sottiaux spricht von der doppelten Nutzung gegenüber GPT-6.1 Sol.
Die Aufgabe entscheidet
Die Reihenfolge ist dabei nur ein Ausgangspunkt und keine starre Rangliste. Für komplexe Programmieraufgaben empfiehlt OpenAI weiterhin Sol oder Astra. Wer viel schreibt oder mit Bildern und Anwendungen arbeitet, kann Terra ausprobieren und die Ergebnisse mit Sol vergleichen.
Auch die Thinking-Stufe beeinflusst das Ergebnis. Welche Kombination passt, hängt daher von der Aufgabe, dem gewünschten Tempo und dem verfügbaren Budget ab.
