OpenAI hat seine öffentliche »Model Spec« neu geordnet. Künftig soll GPT Entscheidungen anhand von fünf Grundwerten treffen und dabei die Absicht des Nutzers stärker berücksichtigen, statt Anweisungen nur wörtlich abzuarbeiten.
Nutzerabsicht steht an erster Stelle
Die neue Struktur stellt die Treue zur menschlichen Absicht an die Spitze. Hinzu kommen Schadensvermeidung, Ehrlichkeit und Transparenz, menschliche Handlungsfreiheit sowie Fürsorge.
OpenAI will damit erklärbar machen, warum ein KI-Modell bestimmte Grenzen einhält und wie es in Situationen entscheidet, für die keine passende Einzelregel existiert.
Auch die Rangfolge von Anweisungen wurde überarbeitet. OpenAI setzt weiterhin die obersten Grenzen, danach folgen Vorgaben von Entwicklern und Nutzern. Gespräche, Erinnerungen und weitere Hinweise zum Kontext sollen GPT helfen, das eigentliche Ziel des Nutzers besser zu erkennen. Annahmen soll das Modell sichtbar machen und leicht korrigierbar halten.
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Weniger Stilregeln für persönlichere Antworten
Gleichzeitig streicht OpenAI den Großteil der detaillierten Stilvorgaben. Antworten sollen sich stärker an Sprache, Kultur und persönlichen Vorlieben orientieren. Eine gewünschte Perspektive darf der Nutzer vorgeben, GPT soll sie ihm aber nicht ungefragt unterstellen.
Bis das Ganze umgesetzt wird, kann es aber noch dauern. OpenAI räumt ein, dass seine aktuellen Modelle die Regeln noch nicht vollständig umsetzen, und erprobt dafür neue Trainingsmethoden.
