Ein OpenAI Logo als Gehirn

OpenAI schaltet 1M-Token-Kontextfenster für ChatGPT-Accounts frei

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein OpenAI Logo als Gehirn

OpenAI öffnet das 1-Millionen-Token-Kontextfenster für GPT-5.6 Sol in Codex nun auch für reguläre ChatGPT-Accounts. Nutzer können dadurch deutlich größere Codebasen verarbeiten. Erste Tests zeigen jedoch serverseitige Beschränkungen.

Manuelle Aktivierung und Kostenfalle

Bisher war die maximale Kontextgröße Entwicklern mit API-Schlüssel vorbehalten. Der OpenAI-Mitarbeiter Tibo erklärte auf X, dass diese Sperre nun aufgehoben sei. Damit kann Codex deutlich mehr Programmcode, Ausgaben von Drittanwendungen und Konversationsverläufe im Speicher behalten.

Anwender müssen die Erweiterung händisch in der Codex-Konfigurationsdatei »config.toml« eintragen und den Wert für GPT-5.6 Sol auf eine Million Token setzen. Alternativ lässt sich das Limit für eine einzelne Kommandozeilen-Sitzung temporär hochsetzen, ohne die Standardeinstellungen zu überschreiben.

Codex komprimiert die Historie bei dieser Einstellung automatisch ab 900.000 Token, um Platz für neue Eingaben zu schaffen. OpenAI warnt jedoch vor einer dauerhaften Nutzung. Der Standardwert sei auf das beste Verhältnis von Kosten und Leistung getrimmt. Ab einer Grenze von 272.000 Token verbraucht jede weitere Eingabe das Account-Limit doppelt so schnell.

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Serverseitiges Limit bremst Nutzer aus

In der Praxis lässt sich das volle Limit derzeit jedoch nicht immer abrufen. Mehrere Entwickler stießen bei Tests auf eine serverseitige Grenze. Laut dem X-Nutzer Teknium liegt das tatsächliche Maximum für Codex-Abonnements derzeit bei rund 371.000 Token.

Teknium passte das Limit in seinem Tool Hermes Agent daraufhin auf 350.000 Token an.

Warum Codex bei regulären Accounts deutlich vor der Millionen-Grenze abriegelt, ließ OpenAI unkommentiert. Wer das erweiterte Kontextfenster ausprobiert, sollte die Konfiguration im Anschluss wieder auf den Standard zurücksetzen, um sein Kontingent nicht unnötig zu leeren.

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