Sam Altman mit Dots beim DevDay

Die Highlights vom OpenAI DevDay 2026

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Sam Altman mit Dots beim DevDay

OpenAI hat auf dem DevDay 2026 mehr als 20 Neuerungen für ChatGPT, Codex und seine API vorgestellt. Im Mittelpunkt stand jedoch kein einzelnes KI-Modell. Das Unternehmen baut ChatGPT zu einer Arbeitsplattform aus, auf der Teams, KI-Agenten und externe Anwendungen gemeinsam Projekte bearbeiten.

Der neue KI-Agent »Dots« und GPT-6.1-Sol

Dots, die ständig aktiven persönlichen Agenten, waren die auffälligste Produktdemo des Tages. Sie übernehmen länger laufende Aufgaben und arbeiten auch im Hintergrund. Mehr dazu hier:

Das neue GPT-6.1 Sol bringt wiederum nahezu die Leistung von Astra zu deutlich niedrigeren API-Preisen. Beide Ankündigungen verdienen eine ausführlichere Betrachtung und haben deswegen einen eigenen Artikel bekommen:

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Plugins ziehen direkt in ChatGPT ein

Entwickler erhalten Zugang zu der Plattform, mit der OpenAI bisher eigene ChatGPT-Funktionen gebaut hat. Plugin Extensions bekommen einen festen Platz in der Seitenleiste und können interaktive Oberflächen direkt neben einer Unterhaltung öffnen. So lassen sich etwa Kalender, Designs oder Dashboards bearbeiten, ohne ChatGPT zu verlassen.

Quelle: OpenAI

Ein neuer Plugin Creator unterstützt beim Bau, während OpenAI die Einreichung und Auffindbarkeit verbessern will. ChatGPT kann passende Plugins künftig während einer Unterhaltung vorschlagen. Nutzer entscheiden weiterhin selbst über die Installation und die jeweiligen Zugriffsrechte. Die Plugin-Neuerungen stehen in allen Tarifen bereit.

Plugins lassen sich außerdem in Sites einbauen und über MCP Events mit Automationen verbinden. Ein neuer Eintrag auf einem Projektboard kann ChatGPT dann veranlassen, zugehörige Dokumente zu lesen und einen Arbeitsplan zu erstellen. Damit rücken Anwendungen, Daten und automatische Abläufe enger zusammen.

Quelle: OpenAI

ChatGPT Space wird zum gemeinsamen Büro

ChatGPT Space ist ein neuer Arbeitsbereich für Teams. Kollegen, ChatGPT und ein persönlicher Dot greifen dort auf gemeinsames Wissen zu. Pages dienen als kollaborative Dokumente für Texte, Recherchen, Diagramme, Bilder und Datenvisualisierungen.

Quelle: OpenAI

In den kommenden Wochen folgen gemeinsame Präsentationen. Mehrere Kollegen und Agenten können Folien gleichzeitig bearbeiten, kommentieren und anschließend nach PowerPoint oder Google Slides exportieren. Business- und Enterprise-Nutzer können zudem Teams anlegen und wiederkehrende Aufgaben verteilen. Über eine @ChatGPT-Erwähnung zieht der Chatbot auch in Slack und Microsoft Teams ein.

Quelle: OpenAI

Space steht in den Tarifen Pro, Business und Enterprise auf dem Desktop und im Browser bereit. Mobil lassen sich Seiten zunächst finden, lesen und teilen. Das Erstellen und Bearbeiten folgt später.

Ein Meetings Plugin für macOS erstellt Notizen, Zusammenfassungen und Aufgabenlisten und legt sie auf Wunsch im Space ab. Nach der Auswertung löscht OpenAI die Audioaufnahme. Die Beta startet für Pro- und Business-Nutzer.

Ultrafast macht Tempo teuer

Die neue Geschwindigkeitsstufe Ultrafast erzeugt in Codex bis zu achtmal schneller Text und erreicht bis zu 300 Token pro Sekunde. In der API verspricht OpenAI bis zu sechsfaches Tempo, verlangt dafür aber auch den sechsfachen Standardpreis.

Zugang erhalten Enterprise-Kunden sowie Abonnenten des neuen Pro-500-Tarifs für 500 Dollar pro Monat. Das Abo umfasst das 25-Fache des Nutzungskontingents von ChatGPT Plus und soll sich an Intensivnutzer richten. Der Pro-Tarif für 200 Dollar kehrt ebenfalls zurück, allerdings mit kleineren Kontingenten als zuvor.

Zuvor hatte der 200-Dollar-Tarif ein 20-faches Nutzungskontingent. Dieses wurde auf das Zehnfache herabgesetzt und quasi durch den 500-$-Tarif ersetzt, der nur wenig mehr Nutzungskontingent hat als der alte 200-$-Tarif.

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Ein Login für externe KI-Dienste

Zum Abschluss gab es noch eine sehr interessante Neuerung, die fast untergegangen ist. Mit »Sign in with ChatGPT« können Plus- und Pro-Nutzer ihr normales Kontingent bei 16 Partnern einsetzen, darunter Devin, Notion und Vercel. Ergänzend startet ein OpenAI Marketplace mit 32 Partnern für Enterprise-Kunden. Unternehmen können einen Teil ihrer bestehenden OpenAI-Ausgaben für andere freigegebene Software verwenden. Quasi einmal bezahlen bei OpenAI und jede Menge andere Software verwenden.

Insgesamt war der DevDay 2026 ordentlich. Die Dots hören sich interessant an. GPT-6.1 Sol macht einen guten ersten Eindruck, doch die neue Preispolitik beim 200-$-Abo trübt die Freude ein wenig.

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