Die New York Times und drei weitere US-Zeitungen haben Brave am 2. November 2026 vor einem Bundesgericht in Manhattan verklagt. Sie werfen dem Browser-Anbieter vor, geschützte Artikel zu kopieren, für KI-Antworten zu nutzen und über eine API an KI-Unternehmen weiterzugeben.
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Zwei Klagen richten sich gegen Brave
Die New York Times reichte eine eigene Klage ein. In einem zweiten Verfahren gehen die Daily News, die Chicago Tribune und der Orlando Sentinel gegen Brave vor. Beide Klagen nennen Anthropic, Perplexity, Mistral, xAI und Cohere als Kunden der Brave Search API. Die KI-Unternehmen selbst sind jedoch keine Beklagten.
Nach Darstellung der New York Times hat Brave einen Suchindex mit mehr als 30 Milliarden Webseiten aufgebaut. Der Verlag behauptet, Webseitenbetreiber könnten den dafür eingesetzten Crawler nicht gezielt blockieren, weil Brave ihn nicht offen benenne. Brave soll Inhalte aus diesem Index für Ask Brave verwenden und den Zugriff über seine Search API verkaufen.
Die Verlage greifen außerdem eine optionale Browser-Funktion zum Umgehen von Paywalls an. Hinzu kommt der Vorwurf, Brave blockiere Anzeigen der Verlage und vermarkte zugleich eigene Werbung. Die Kläger sehen darin Urheberrechtsverletzungen, eine unzulässige Umgehung technischer Schutzmaßnahmen und eine ungerechtfertigte Bereicherung.
Die Verlage fordern Schadenersatz und eine dauerhafte Unterlassungsverfügung. Brave hatte sich bis zur Veröffentlichung der ersten Berichte nicht zu den Vorwürfen geäußert.
