Anthropic weitet sein Programm »AI for Science« auf 20 Förderorganisationen, Forschungsinstitute und wissenschaftliche Projekte aus. Die Partner erhalten kostenlose Claude-Credits, die sie an Forscher verteilen oder direkt für ihre Arbeit einsetzen.
Von einzelnen Forschern zu großen Instituten
Anthropic startete das Programm im Mai 2025 und unterstützte zunächst einzelne Wissenschaftler. Inzwischen nutzen laut dem KI-Unternehmen Hunderte Projekte Claude in Biologie, Medizin, Physik, Chemie, Klimaforschung und Mathematik.
Zu den neuen Partnern zählen die US National Science Foundation, die Sloan Foundation und die Simons Foundation. Auch bekannte Institute wie das Space Telescope Science Institute, das Wellcome Sanger Institute und das European Molecular Biology Laboratory sind dabei.
Sie können Claude unter anderem für neue Hypothesen, Versuchspläne und die Auswertung großer Datenmengen einsetzen. Das Allen Institute baut beispielsweise Teams aus KI-Agenten auf, die Analysen von Monaten auf wenige Stunden verkürzen sollen.
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Offene Daten und neue Forschungsprojekte
Anthropic unterstützt außerdem sechs konkrete Initiativen. Dazu gehört gnomAD, eine offene Genomdatenbank mit DNA-Daten von mehr als 800.000 Menschen. Das Mathematikprojekt Tau Ceti entwickelt eine gemeinsame Bibliothek mit Beweisen, die Computer in der Programmiersprache Lean prüfen können.
Weitere Partner untersuchen Gehirnstrukturen, verbessern Klimamodelle oder analysieren Tumore Zelle für Zelle. Mehrere Vorhaben sollen offene Datensätze, Open-Source-Software und gemeinsame Standards hervorbringen.
Mit den neuen Partnerschaften verlagert Anthropic den Schwerpunkt von einzelnen Anträgen auf größere Strukturen. So können Forschungsorganisationen die Claude-Credits selbst dort einsetzen, wo sie den größten Nutzen erwarten.
