Lindy AI ist eine No-Code-Plattform für Büroarbeit, mit der auch Nutzer ohne Programmierkenntnisse einen KI-Assistenten einrichten und Aufgaben automatisieren können. Angesprochen sind etwa Selbstständige, Projektleiter und Mitarbeiter in Vertrieb oder Verwaltung, die ihre Abläufe in Alltagssprache beschreiben.
Lindy verbindet dafür E-Mails, Besprechungen und Unternehmensdaten und übernimmt Aufgaben wie Antwortentwürfe, Berichte oder die Vorbereitung von Terminen. Mit Lindy Teammate können ganze Teams den Assistenten in Slack nutzen und gemeinsame Arbeitsabläufe festlegen.
Lindy AI
No-Code KI-AgentenCoole Funktion
Aus verstreuten Geschäftszahlen wird die Montagspräsentation
Am Sonntagabend fehlen noch die Folien für die nächste Teambesprechung. Die Umsätze stehen im CRM, die Supportzahlen in Zendesk und die Produktnutzung in PostHog. Lindy kann diese Quellen zusammenführen und daraus eine Präsentation mit Diagrammen und Erläuterungen in der vorhandenen Vorlage bauen.
Für den Einstieg verbindet der Nutzer die benötigten Konten und stellt die Präsentationsvorlage bereit. Anschließend beschreibt er Zeitraum, Kennzahlen und gewünschte Gliederung. Ein möglicher Auftrag lautet:
»Erstelle die Präsentation für unsere Montagsbesprechung aus den Daten der vergangenen Kalenderwoche. Nutze HubSpot für neue Abschlüsse, Zendesk für offene Kundenanfragen und PostHog für die Produktnutzung. Verwende unsere Vorlage, beschränke dich auf sechs Folien und zeige die drei größten Veränderungen gegenüber der Vorwoche. Kennzeichne fehlende Daten und lege das Ergebnis zunächst zur Prüfung vor.«
Der praktische Reiz liegt in der Vorbereitung. Der Verantwortliche beginnt mit einem zusammenhängenden Entwurf und kann sich auf die auffälligen Zahlen konzentrieren. Welche Schlüsse daraus für das Geschäft folgen, entscheidet derjenige, der die Präsentation hält.
Fünf Funktionen, die Lindy interessant machen
1. Automatisierungen ohne Programmierkenntnisse einrichten
Der No-Code-Ansatz macht Lindy auch für Mitarbeiter zugänglich, die bisher keine Automatisierungen gebaut haben. Sie verbinden ihre Konten, wählen eine Vorlage oder beschreiben im Chat, welche Aufgabe der Assistent übernehmen soll. Für einen wiederkehrenden Auftrag legen sie fest, wann er starten und wo das Ergebnis erscheinen soll.
Ein einfaches Beispiel lautet »Fasse jeden Werktag um 9 Uhr meine ungelesenen E-Mails zusammen und zeige mir die Nachrichten, auf die ich antworten muss.« Lindy übernimmt daraus die Angaben für die Routine. Vorgefertigte Abläufe für Tagesübersichten, E-Mail-Entwürfe und Terminvorbereitung lassen sich auch per Schalter aktivieren.
Der Nutzer bestimmt also den Ablauf, ohne dafür Code schreiben zu müssen. Ein Probelauf zeigt mit echten Daten, welche Informationen Lindy auswählen und welche Ergebnisse es vorbereiten würde. Persönliche Routinen kann jeder Nutzer anlegen, teamweite Routinen verwaltet der Administrator.
2. Besprechungen übergreifend auswerten
Lindy zeichnet Gespräche in Google Meet, Zoom und Microsoft Teams auf und erstellt Transkripte sowie Zusammenfassungen. Die Aufzeichnungen lassen sich in Ordnern sammeln, die nur einem Nutzer, ausgewählten Kollegen oder dem gesamten Team zugänglich sind.
Damit wird auch eine Frage wie »Welche Einwände gegen unseren Preis kamen diese Woche auf?« möglich. Der Assistent durchsucht dafür mehrere freigegebene Gespräche und verweist auf die entsprechenden Stellen. Neue Mitarbeiter können sich so gezielt einarbeiten, ohne sämtliche Aufzeichnungen anzusehen.
3. E-Mail-Antworten im eigenen Stil vorbereiten
Für Gmail und Outlook legt Lindy Antwortentwürfe im Entwurfsordner ab. Der Nutzer kann Ton, Länge, Signatur und Ausnahmen vorgeben, etwa welche Absender keine automatische Antwortvorbereitung erhalten sollen. Änderungen an den Entwürfen helfen Lindy, den Schreibstil anzupassen.
Eine weitere Routine bereitet eine Nachfrage vor, wenn auf eine versendete Nachricht keine Antwort kommt. Die aktuelle Dokumentation beschreibt einen Ablauf, bei dem der Nutzer die Entwürfe prüft und den Versand freigibt. Auch deutsche E-Mail-Texte gehören zum unterstützten Funktionsumfang.
4. Anwendungen über einen gemeinsamen Assistenten verbinden
Lindy verbindet sich mit mehr als 1.000 Diensten, darunter Gmail, Slack, Notion und HubSpot. So kann ein Auftrag Informationen aus mehreren Anwendungen zusammenführen, etwa aus einem Kundenkonto und den Notizen zur letzten Besprechung. Zusätzliche Anbindungen sind über MCP möglich, eine Schnittstelle, über die KI-Assistenten Funktionen anderer Anwendungen aufrufen.
Für die Zusammenarbeit in Slack fügt ein Administrator Lindy zum Arbeitsbereich hinzu. Mitarbeiter sprechen den Assistenten anschließend per Erwähnung oder Direktnachricht an. Welche Daten zur Verfügung stehen, hängt von den verbundenen Konten und Berechtigungen ab.
5. Arbeitswissen und Ergebnisse weiterverwenden
Mit Skills speichert Lindy Anweisungen für wiederkehrende Arbeitsweisen. Ein Team kann beispielsweise festlegen, wie ein Wochenbericht aufgebaut sein soll. Persönliche Skills gelten für den einzelnen Nutzer, gemeinsame Skills verwaltet der Administrator.
Die Dokumentation kennzeichnet diese Funktion derzeit noch als schrittweise freigeschalteten Early Access. Ergänzend bietet Lindy einen Dateibereich mit Versionsverlauf. Dort lassen sich gespeicherte Informationen und Anweisungen ansehen und bearbeiten, etwa wenn der Assistent eine veraltete Zuständigkeit übernommen hat.
Lindy erstellt außerdem gehostete Berichte, Dashboards und kleine interne Webseiten. Solche Ergebnisse sind zunächst innerhalb des Arbeitsbereichs zugänglich. Änderungen können unter derselben Adresse erscheinen, sodass Kollegen einen aktuellen Bericht aufrufen können, statt mehrere verschickte Fassungen abzugleichen.
Vorteile & Nachteile
- Automatisierungen in Alltagssprache statt mit Programmierkenntnissen
- Durchsucht mehrere freigegebene Besprechungen gemeinsam
- Bereitet E-Mails im eigenen Schreibstil vor
- Macht gespeichertes Arbeitswissen direkt bearbeitbar
- Bietet Probeläufe für wiederkehrende Aufgaben
- Komplexe Aufträge können viele Credits verbrauchen
- Direkte Anmeldung wird sofort berechnet
- Eigene Skills noch nicht überall verfügbar
Leichte Automatisierung
Besonders gut gefällt der einfache Zugang zu eigenen Automatisierungen. Ein Mitarbeiter kann eine wiederkehrende Aufgabe selbst beschreiben, mit seinen Anwendungen verbinden und ausprobieren. Wer den eigenen Arbeitsablauf kennt, bringt damit die wichtigste Voraussetzung mit, auch ohne Erfahrung in der Softwareentwicklung.
Credit-Verbrauch
Der größte Nachteil ist die schwer abschätzbare Reichweite des Guthabens. Eine kurze Antwort und eine aufwendige Analyse werden beide über Credits abgerechnet, benötigen aber sehr unterschiedliche Mengen.
Coole Usecases
Teure Stock-Videos kaufen
Gute Clips bei Adobe Stock oder Shutterstock kosten oft 50€+ pro Stück und wirken oft generisch.
Eigene Clips in 2 Minuten
Mit Higgsfield erstellst du passgenaue Szenen aus einem simplen Text-Prompt oder einem eigenen Foto. Kosten minimal und beliebig verwendbar.
Charakter ändert das Gesicht
In den meisten KI-Bildern und KI-Videos ändern sich Charaktere mit jeder Generation.
Konsistente Charaktere
Bei vielen Funktionen und Modellen einfach ein "Reference Image" auswählen. Ergebnis: Der Charakter sieht nahezu identisch aus.
Auflösung ist zu niedrig
Du möchtest ein spezielles Modell verwenden, welches nur eine niedrige Auflösung unterstützt.
Upscale Funktion nutzen
Higgsfield unterstützt mit Topaz den besten Upscaler. Einfach ein Bild hochladen und auf Upscale klicken.
Preise & Abos
Free
Nutzer können viele Modelle kostenlos ausprobieren. Nachteil: Gedrosselte Geschwindigkeit und starke Begrenzung. Täglich gibt es kostenlose Credits beim Login.
Basic
Perfekt für Wenig-Nutzer, die Zugriff auf alle Bildgeneratoren brauchen. Gut zum Ausprobieren. Für Videogeneration kaum geeignet.
Pro
4x mehr Credits als Basic. Zugang zu Apps wie AI Influencer Studio. Highlight: Nano-Banana-Modell (Non-Pro) ist unlimitiert nutzbar. Erste Video-Einblicke möglich.
Ultimate
Mein Favorit: Doppelte Credits vom Pro-Plan. Fast jedes Bildmodell (auch Nano Banana Pro bis 2k) unlimitiert. Dazu kann man eine gute Anzahl an Videos erstellen.
Creator
5x mehr Credits, nur für Power-User im Video-Bereich sinnvoll. Hier unbedingt auf Jahres-Angebote warten, diese haben immer mal wieder einen Rabatt von über 50%!
Insider-Wissen: Was bedeutet "Unlimited"?
Eine Sache, die man kritisieren kann, ist die aggressive Werbung. "Unlimitiert generieren" hört sich top an, aber Vorsicht: Oft gilt das (je nach Modell) nur für eine begrenzte Zeit. Hier sollte man immer genau nachprüfen. Häufig ist es erst sichtbar nach einem Klick auf das Fragezeichen.
Zudem läuft "Unlimited" oft mit niedriger Priorität (langsamer) und muss manuell ausgewählt werden. Features wie Batch-Erstellung (4 Bilder gleichzeitig) oder 4K-Auflösung sind im Unlimited-Modus oft gesperrt. Trotzdem ist die Funktion im Alltag sehr nützlich, wenn man Zeit hat.
Mein Tipp: Bevor man ein Abo abschließt, zweimal überprüfen ob alles korrekt ist.
Alternativen & Vergleich
OpenArt
Top KonkurrentGerade im Bereich der Bild-KI hat OpenArt deutlich mehr Modelle zu bieten und überzeugt auch bei den Funktionen. Hier sehe ich OpenArt sogar als besser an. Im Bereich Video-KI und Apps in Verbindung mit Social Media ist jedoch aktuell Higgsfield die klare Nummer eins.
ChatGPT & Gemini
Basis LösungWer bereits ein Abo bei OpenAI oder Google hat, kann dort ohne Zusatzkosten Bilder erstellen. Nachteile sind die schwächere Benutzeroberfläche, weniger Optionen und die Beschränkung auf ein Modell.
Adobe Firefly
Für Adobe UserMittlerweile eine starke Alternative mit viel Auswahl. Lohnt sich preislich vor allem, wenn man bereits die Creative Cloud nutzt. Die Integration in Photoshop ist top, als Standalone-Tool aber teuer.
Anbieter Informationen
Wer steckt dahinter?
Higgsfield AI wurde von Alex Mashrabov gegründet, dem ehemaligen Leiter der Generative AI Abteilung bei Snap (Snapchat). Das Team besteht aus Experten führender Tech-Firmen.
Einschätzung:
Mit Menlo Ventures (investierten auch in Anthropic/Claude) als Geldgeber im Rücken, verfügt das Unternehmen über solide finanzielle Mittel und technisches Know-how. Entsprechend sollte man von einem soliden Unternehmen ausgehen, auch wenn das Marketing einen anderen Eindruck hinterlässt.
Fazit & Bewertung
Das All-AI Urteil
Wer eine Multiplattform sucht, die im Bereich Video-KI und Social Media überzeugt, macht mit Higgsfield nichts verkehrt. Die Plattform ist aber auch für Wenig-Nutzer interessant, die aus der vollen Bandbreite der Modelle auswählen möchten.
Ausprobieren und Rabatt sichern*FAQ - die wichtigsten Fragen
Hier versuchen wir, die wichtigsten und häufigsten Fragen zu X zu beantworten. Sollte noch etwas unklar sein, könnt ihr uns gerne per E-Mail oder über die sozialen Medien kontaktieren.
