Maschmeyer sieht wie KI-Agenten arbeiten in Deutschland

Maschmeyer will Verwaltung durch KI ersetzen und Anträge in Sekunden bearbeiten

Erste Kommunen setzen bereits auf Automatisierung und Kärnten(GPT) zeigt, wie man 300 Beamte schon jetzt ersetzen kann.

Andreas Becker Nano Banana
Maschmeyer sieht wie KI-Agenten arbeiten in Deutschland

Investor Carsten Maschmeyer verlangt, die deutsche Bürokratie fast vollständig durch künstliche Intelligenz zu ersetzen. Für Bürger und Unternehmen könnte dies das Ende monatelanger Wartezeiten bedeuten, während der Staat durch den Wegfall klassischer Beamtenstellen Milliarden einsparen würde.

Kahlschlag statt kosmetischer Reformen

Die deutsche Verwaltung gilt als schwerfällig, teuer und innovationsfeindlich. Geht es nach dem Investor Carsten Maschmeyer, reicht eine bloße Digitalisierung bestehender Papierprozesse nicht mehr aus. Er fordert im Januar 2026, dass künstliche Intelligenz die administrative Arbeit "quasi komplett" übernimmt.

Der wirtschaftliche Druck ist immens. Rund 12.000 Vorschriften und Regulierungen belasten den Standort Deutschland jährlich mit Kosten von geschätzt bis zu 150 Milliarden Euro. Maschmeyer argumentiert, dass nur eine radikale Automatisierung diese Ineffizienz beenden kann. Software arbeitet rund um die Uhr, wird nicht krank und entscheidet strikt nach programmierten Gesetzesvorgaben.

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Erste Kommunen setzen auf Automatisierung

Während die Forderung nach einer vollautomatisierten Verwaltung in der Bundespolitik noch diskutiert wird, schaffen Tatsachen auf kommunaler Ebene bereits neue Standards. Die Stadt Düsseldorf setzt beispielsweise erfolgreich den Voicebot "Kira" ein. Diese Sprach-KI beantwortet Anfragen im Steueramt autonom, entlastet die Mitarbeiter von Routineaufgaben und ist für Bürger jederzeit erreichbar.

Auch in der Infrastruktur übernimmt die Technologie das Kommando. Gersthofen demonstriert aktuell ein KI-gestütztes Straßenmanagement, das Schäden schneller erkennt und Reparaturaufträge effizienter priorisiert als menschliche Planer es könnten. Diese Beispiele zeigen, dass die Technik für Teilbereiche bereits marktreif ist, auch wenn die flächendeckende Integration in Berlin noch auf sich warten lässt.

Vorbild Österreich: Kärnten streicht Stellen

Wie die radikale Automatisierung konkret aussehen könnte, sieht man aktuell schon in Kärnten mit dem Projekt „KärntenGPT“. Dort sollen rund 300 Beamte in den nächsten fünf Jahren durch den Einsatz von KI ersetzt werden. Die Landesregierung plant, freiwerdende Stellen nicht neu zu besetzen, sondern die Aufgaben direkt an intelligente Systeme zu übergeben.

Dieses Vorgehen demonstriert, dass Maschmeyers Forderung keine theoretische Dystopie ist, sondern in der direkten Nachbarschaft bereits politisch umgesetzt wird. Die KI fungiert dort nicht mehr nur als Assistent, sondern übernimmt die Arbeit von scheidenden Mitarbeitern vollständig. Das Projekt gilt als erster Härtetest dafür, ob eine Verwaltung trotz massivem Personalabbau durch technologische Substitution handlungsfähig bleibt.

Mehr zum Projekt um: KärntenGPT.

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