US Revolution vor 250 Jahren

Neue KI-Serie zur US-Revolution startet heute auf YouTube

Zusammen mit Google DeepMind zeigt Darren Aronofsky eine wöchentliche Dokumentation, die historische Ereignisse rein digital rekonstruiert.

Andreas Becker Youtube Time
US Revolution vor 250 Jahren

Regisseur Darren Aronofsky veröffentlicht gemeinsam mit Google DeepMind und dem Time Magazine eine vorwiegend durch künstliche Intelligenz visualisierte Dokumentarserie. Das Projekt American Revolution 1776: On This Day erscheint ab sofort wöchentlich auf YouTube und rekonstruiert die amerikanische Unabhängigkeitsgeschichte.

Wöchentliche Geschichtsstunde aus dem Rechner

Die Produktionsfirma Primordial Soup, gegründet von Aronofsky, nutzt für die Umsetzung Googles neuestes Videomodell Veo. Ziel ist eine fortlaufende Serie, die historische Ereignisse der amerikanischen Revolution exakt 250 Jahre nach ihrem Stattfinden nacherzählt. Die Episoden sind als kurze Clips konzipiert und erscheinen im wöchentlichen Rhythmus auf den Kanälen des Time Magazine.

Die Macher bezeichnen das Format als „lebende Dokumentation“. Statt auf teure Requisiten und Statisten zu setzen, generiert die Software historische Schauplätze und Schlachten digital. Damit umgeht die Produktion die enormen Kosten, die klassische Historienfilme normalerweise verursachen.

Menschliche Stimmen treffen auf generative Optik

Aronofsky setzt bei der Vertonung bewusst auf menschliche Schauspieler statt auf synthetische Stimmen. Diese Entscheidung soll die emotionale Bindung stärken und den oft sterilen Eindruck reiner KI-Produktionen abmildern. Auch das Drehbuch stammt von menschlichen Autoren, während die visuellen Inhalte durch Prompts entstehen.

Der Regisseur beschreibt den Look als traumartig und nutzt technische Limitierungen aktueller Videomodelle teilweise als stilistisches Mittel. Die KI „halluziniert“ Details, was den Bildern eine eigenwillige Ästhetik verleiht, die sich deutlich von klassischen Filmaufnahmen unterscheidet.

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Technische Basis und Kritik

Google stellt mit Veo sein leistungsfähigstes Modell zur Videogenerierung bereit, um die Fähigkeiten der Software im professionellen Einsatz zu demonstrieren. Die Zusammenarbeit dient dem Tech-Konzern als Showcase für Hollywood, um zu zeigen, wie KI in bestehende Workflows integriert werden kann.

Erste Reaktionen auf die Bildqualität fallen gemischt aus. Während die technische Machbarkeit beeindruckt, wirken Gesichter und Bewegungen in den generierten Clips teils noch inkonsistent und unnatürlich. Kritiker bemängeln den „Uncanny Valley“-Effekt, bei dem die Figuren zwar menschenähnlich, aber dennoch fremdartig wirken.

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