Mistral Vibe 2.0 bringt KI-Agenten direkt in das Terminal
Neue Version integriert spezialisierte Sub-Agenten und Slash-Commands für effizientere Workflows ohne grafische Oberfläche.

Mistral AI veröffentlicht mit Vibe 2.0 eine umfangreiche Aktualisierung seines Terminal-basierten Coding-Agenten. Die neue Version integriert spezialisierte Sub-Agenten und Slash-Commands direkt in die Kommandozeile, um komplexe Entwickler-Workflows effizienter zu gestalten und die Abhängigkeit von grafischen Oberflächen zu reduzieren.
Kommandozeile statt Code-Editor
Die Arbeit mit künstlicher Intelligenz in der Softwareentwicklung verlagert sich oft auf Plugins in der Entwicklungsumgebung. Mistral wählt mit Vibe 2.0 bewusst einen anderen Weg und fokussiert sich auf das Terminal.
Das Tool klinkt sich direkt in die Shell ein. Es interagiert nativ mit der Dateistruktur und der Versionsverwaltung eines Projekts. Entwickler müssen ihre gewohnte Befehlszeilenumgebung nicht verlassen.
Dieser Ansatz ermöglicht komplexe Operationen über mehrere Dateien hinweg. Während klassische Chat-Assistenten oft nur einzelne Code-Schnipsel sehen, erfasst Vibe den Kontext des gesamten Repositories. Das System führt Änderungen selbstständig aus und wartet auf Bestätigung.
Struktur durch Sub-Agenten
Eine zentrale Neuerung in Version 2.0 ist die Einführung von konfigurierbaren Sub-Agenten. Diese spezialisierten Einheiten übernehmen klar definierte Aufgabenbereiche innerhalb eines Projekts.
Ein Agent kann beispielsweise exklusiv für das Schreiben von Unit-Tests konfiguriert werden. Ein anderer Agent kümmert sich um die Aktualisierung der Dokumentation oder das Refactoring von Legacy-Code.
Die Steuerung dieser Helfer erfolgt effizient über neue "Slash-Commands". Eingaben wie /fix oder /test rufen sofort die passende Routine ab. Das spart Zeit und reduziert die Notwendigkeit für lange, erklärende Prompts bei Routineaufgaben.
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Interaktion minimiert Fehler
Sprachmodelle neigen dazu, bei unklaren Anweisungen Annahmen zu treffen. Dies führt im Coding-Alltag oft zu fehlerhaften oder unerwünschten Implementierungen.
Vibe 2.0 setzt hier auf ein interaktives Klärungssystem. Wenn eine Anforderung mehrdeutig ist, bietet der Agent verschiedene Lösungswege als Auswahlmenü an. Der Entwickler entscheidet per Tastendruck, welche Strategie verfolgt wird.
Diese "Multi-Choice Clarification" erhöht die Präzision der Ergebnisse deutlich. Das System führt erst dann Code-Änderungen durch, wenn der gewünschte Pfad vom Nutzer bestätigt wurde.
Modell-Updates und Preisgestaltung
Technisch basiert Vibe 2.0 auf den neuesten Modellen von Mistral, darunter das aktualisierte Devstral 2. Dieses Modell ist speziell auf Code-Verständnis und logische Schlussfolgerungen optimiert.
Der Zugriff auf den vollen Funktionsumfang von Vibe 2.0 ist an die kostenpflichtigen "Le Chat Pro" und "Team" Pläne gekoppelt. Für intensive Nutzung bietet Mistral zusätzlich Pay-as-you-go Optionen an.
Devstral 2 selbst wandert als reines Modell stärker in den bezahlten API-Bereich. Lediglich im "Experiment"-Plan bleibt der Zugriff für Testzwecke vorerst kostenfrei. Enterprise-Kunden erhalten zudem Zugriff auf erweiterte Funktionen wie Fine-Tuning auf die eigene Codebasis.