Peter Steinberger in einer AI Werkstatt

OpenClaw Erfinder zeigt 1,3 Millionen Dollar API-Rechnung

Peter Steinberger testet die KI-gestützte Entwicklung ohne jegliches Budgetlimit. Der hohe Verbrauch sorgt im Netz für Aufsehen.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Peter Steinberger in einer AI Werkstatt

Ein Screenshot über eine monatliche OpenAI-Rechnung in Höhe von 1,3 Millionen Dollar sorgt im Netz für Aufsehen. Der Entwickler Peter Steinberger offenbart damit die enormen Betriebskosten für KI, relativiert aber auch.

Autonome Code-Schreiber im Dauereinsatz

Auf dem veröffentlichten API-Dashboard des Programmierers summieren sich die Ausgaben innerhalb von 30 Tagen auf 1.305.088,81 US-Dollar. Insgesamt verschlangen die eingesetzten KI-Modelle stolze 603 Milliarden Token bei 7,6 Millionen Anfragen. Als treibende Kraft im Hintergrund fungierte dabei vor allem GPT-5.5.

Entstanden sind diese enormen Summen durch den Betrieb von rund 100 Codex-Instanzen. Diese KI-Agenten übernehmen im Open Source Projekt Openclaw völlig eigenständig vielfältige Aufgaben. Beispielsweise prüfen sie bestehenden Code auf Fehler, scannen nach Sicherheitslücken oder schließen doppelte Fehlermeldungen.

Manche dieser KI-Modelle gehen sogar noch weiter und verfassen komplett eigene Lösungsansätze anhand einer vorgegebenen Roadmap. Andere überwachen hingegen die Leistungsdaten und melden jegliche Abweichungen direkt an das menschliche Entwicklerteam.

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Ein teurer Spezialmodus treibt die Kosten

Nach der ersten Aufregung im Netz rückte Steinberger die Summe schnell in ein anderes Licht. Er betonte, dass der Screenshot nicht den Verbrauch einer Einzelperson, sondern die gebündelten Ausgaben einer ganzen Organisation zeigt. Da der Österreicher das Projekt als Angestellter von OpenAI leitet, trägt das Unternehmen die Kosten ohnehin selbst.

Zudem basieren die extremen Ausgaben primär auf dem aktivierten »Fast Mode«. Diese spezielle Einstellung beschleunigt die Verarbeitung spürbar, verbraucht vorhandenes Guthaben jedoch wesentlich schneller als der herkömmliche Betrieb.

Ohne diesen Beschleuniger lägen die reinen API-Kosten lediglich bei rund 300.000 US-Dollar. Schaltet man den Spezialmodus komplett ab, belaufen sich die Ausgaben laut dem Entwickler auf einen Wert, der spürbar unter den Gehaltskosten eines klassischen Programmierers liegt. Dennoch bieten die KI-Agenten einen weitaus größeren Nutzen für das Projekt.

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Ein Labor ohne Budgetgrenzen

Steinberger begreift sein Vorhaben letztlich als offenes Versuchslabor. Dort testet das dreiköpfige Team die KI-gestützte Entwicklung völlig ohne finanzielle Beschränkungen.

Reguläre Abonnements wie der Codex-Pro-Tarif decken monatlich etwa 5.000 bis 6.000 US-Dollar an reinen API-Anfragen ab. Der enorme Verbrauch des Openclaw-Teams entspricht somit ungefähr 60 dieser professionellen Zugänge.

Die Wirtschaftlichkeit solch spezialisierter KI-Modelle steht weiterhin stark unter Beobachtung der Branche. Dennoch demonstriert der Fall eindrucksvoll den steigenden Ressourcenhunger moderner Entwicklungsarbeit.

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