Ein Pinguin hinter einer Glasscheibe

OpenAI findet 948 Sicherheitslücken zu vollen Linux-Rechten

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Pinguin hinter einer Glasscheibe

OpenAI hat mit KI-Agenten 948 Sicherheitslücken im Linux-Kernel aufgespürt und erfolgreich ausgenutzt. Über diese Lücken konnten die Agenten aus einem normalen Benutzerkonto volle Administratorrechte erlangen. Die automatisierte Untersuchung kostete rund 1,2 Millionen $ an API-Guthaben.

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Vom Verdacht zum funktionierenden Angriff

Der Linux-Kernel bildet die Grundlage vieler Server, Android-Geräte und Cloud-Dienste. Für die Untersuchung Mitte Oktober setzte OpenAI ein noch unveröffentlichtes, auf Cybersicherheit spezialisiertes KI-Modell ein.

Die Agenten meldeten zunächst 2.308 Verdachtsfälle und konnten 1.724 Sicherheitslücken in abgeschotteten Testumgebungen reproduzieren. Anschließend prüften sie, welche Lücken sich für Angriffe eignen. Für 948 unterschiedliche Lücken entwickelten sie funktionierende Angriffe, die volle Administratorrechte ermöglichten.

Quelle: OpenAI

Diese Tests liefen mit den üblichen Schutzfunktionen einer Linux-Distribution. Der gesamte API-Aufwand entsprach durchschnittlich rund 1.279$ pro erfolgreich ausnutzbarer Lücke.

Die Angriffe setzen bereits lokalen Zugriff mit einfachen Benutzerrechten voraus. Damit kann etwa ein Angreifer, der ein normales Benutzerkonto übernommen hat, die Kontrolle über den gesamten Rechner erlangen.

Hunderte Korrekturvorschläge liegen den Entwicklern vor

Die Agenten erstellten außerdem Korrekturvorschläge für die 948 Lücken. Sicherheitsforscher prüften die Ergebnisse vor der Weitergabe an die zuständigen Linux-Entwickler. OpenAI hat bereits Hunderte Berichte samt Korrekturvorschlägen eingereicht und behandelt besonders kritische Lücken zuerst.

Die Linux-Entwickler arbeiteten parallel an denselben Problemen. Schon während der zehntägigen Untersuchung und Auswertung hatten sie 61 der Lücken geschlossen. Für weitere 43 lagen Korrekturen zur Übernahme in den Kernel vor.

Quelle: OpenAI

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