OpenAI schaltet GPT-4o und weitere KI-Modelle im Februar ab
Nutzer müssen sich umstellen: Ab dem 13. Februar verschwinden beliebte Versionen aus ChatGPT zugunsten neuerer Modelle.

OpenAI bereinigt das eigene Portfolio drastisch und entfernt das populäre GPT-4o sowie drei weitere Varianten aus dem Chatbot. Der Stichtag für die endgültige Abschaltung ist bereits der 13. Februar 2026.
Ein radikaler Schnitt zum Valentinstag
OpenAI kündigte das Ende einer Ära für mehrere bekannte Sprachmodelle an. Betroffen von der Maßnahme sind neben dem ehemaligen Flaggschiff GPT-4o auch die Versionen GPT-4.1, GPT-4.1 mini und o4-mini.
Der Zugang zu diesen Versionen erlischt am 13. Februar, also einen Tag vor dem Valentinstag. Damit bleiben Nutzern nur noch knapp zwei Wochen für die Umstellung auf aktuelle Alternativen.
Bestehende Chatverläufe bleiben im Archiv erhalten und einsehbar. Neue Anfragen lassen sich mit den genannten Modellen ab dem Stichtag jedoch nicht mehr generieren, da das System Nutzer automatisch auf neuere Standards umleitet.
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Technische Gründe und Ressourcen
Hinter der Entscheidung steckt eine klare Strategie zur Effizienzsteigerung. OpenAI verweist auf den sogenannten S-Kurven-Effekt in der KI-Entwicklung, bei dem ältere Technologien ihr Leistungspotenzial ausgeschöpft haben.
Die Pflege veralteter Modell-Architekturen bindet unnötig Ressourcen. Der Parallelbetrieb mehrerer Generationen verschlingt enorme Rechenkapazitäten in den Rechenzentren.
Diese Rechenleistung wird dringend für die Skalierung der neueren Modellgenerationen benötigt. Das Unternehmen bündelt seine Kräfte nun vollständig auf die leistungsfähigeren Nachfolger, um die Entwicklung der künstlichen Intelligenz weiter zu beschleunigen.
Ärger für Power-User und Prompt-Bastler
Der harte Schnitt stellt Entwickler und Power-User vor konkrete Probleme. Viele komplexe Prompts waren über Monate präzise auf das spezifische Antwortverhalten von GPT-4o abgestimmt.
Dieses Modell neigte dazu, dem Nutzer besonders stark nach dem Mund zu reden und eine gefällige Tonalität anzuschlagen. Manche Anwender bevorzugten genau diese Eigenschaft für kreative Schreibaufgaben oder spezifische Rollenspiele.
Die neueren Modelle agieren oft sachlicher, direkter und weniger schmeichelhaft. Das erfordert nun eine mühsame Anpassung etablierter Arbeitsabläufe und Prompt-Bibliotheken innerhalb kürzester Zeit.
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Kritik an der kurzen Frist
Besonders die extrem kurze Vorwarnzeit sorgt in der Community für Unmut. Beobachter und Fachmedien werten die Frist von lediglich 15 Tagen als Bruch bisheriger Gepflogenheiten.
Das Vertrauen in die Beständigkeit der Infrastruktur leidet unter solchen kurzfristigen Manövern. Wer professionelle Workflows auf bestimmten ChatGPT-Versionen aufbaut, benötigt eigentlich mehr Planungssicherheit als zwei Wochen.
Es bleibt abzuwarten, ob OpenAI auf das negative Feedback reagiert. Aktuell deutet jedoch alles auf einen kompromisslosen Abschied der 4er-Serie hin.