OpenAI hat es mit ChatGPT Work in den vergangenen Wochen vorgemacht, nun zieht Google nach. Der Suchmaschinenkonzern bringt seine KI als native Anwendung auf Windows-Rechner.
Einfache Bedienung
Über ein Tastenkürzel rufen Nutzer das Gemini-Overlay direkt auf dem Desktop auf. Das ständige Wechseln in den Browser entfällt damit.
Wer »Alt + Leertaste« drückt, erlaubt der Software bei Bedarf den Zugriff auf den aktuellen Bildschirm. Das hilft beispielsweise bei der Fehlersuche in Programmcode oder beim Auswerten von Diagrammen. Quasi ein Screenshot für Gemini.
Wer Texte lieber spricht als tippt, nutzt die integrierte Diktierfunktion. Die KI formatiert die gesprochenen Worte und fügt sie in Echtzeit in beliebige Anwendungen ein.
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Ein eigener Agent räumt den PC auf
Für umfangreiche Aufgaben bringt die Desktop-Version den Agenten »Gemini Spark« mit. Er recherchiert eigenständig, plant Abläufe und setzt Vorgaben über mehrere Arbeitsschritte um. Im Grunde ist es das äquivalent zu ChatGPT Work.
Anwender können ihm auch die Organisation des lokalen Dateisystems überlassen. Spark sortiert Ordner oder wandelt lokale Dokumente in Google-Formate um.
Zusätzlich klinkt sich die App in den Google-Workspace ein. Sie durchsucht E-Mail-Verläufe in Gmail, fasst freigegebene Dateien aus Drive zusammen und vergleicht Notizen aus dem Kalender.
Medien direkt auf dem Desktop generieren
Für kreative Aufgaben enthält die Anwendung einen gesonderten Arbeitsbereich. Google stellt hier seine aktuellen Modelle zur Verfügung. Anwender generieren Grafiken mit Nano Banana oder produzieren Videos mit Gemini Omni.
Die fertigen Medien stehen ohne Umwege auf dem PC bereit. Die App läuft im Hintergrund, ohne die Rechenleistung spürbar zu belasten. Nutzer mit Windows 10 oder 11 laden die Software direkt bei Google herunter.
