FLUX.2 Klein Release - Bilder in 1 Sekunde
Zwei Lizenzen, vier Modelle: Alles was du über die neuen Modelle aus Freiburg wissen musst.

Black Forest Labs liefert heute die lang ersehnte Antwort auf die Hardware-Krise vieler KI-Enthusiasten. Mit der Veröffentlichung der FLUX.2 [klein] Serie beweist das deutsche Start-up, dass Größe im Jahr 2026 nicht mehr alles ist. Besonders die Entscheidung, einen Teil der Modelle komplett frei verfügbar zu machen, dürfte für Aufatmen in der Entwickler-Szene sorgen.
Kluge Doppelstrategie: Vier Modelle, zwei Lizenzen
Black Forest Labs (BFL) veröffentlicht nicht nur ein einzelnes Modell, sondern fächert das Angebot in eine Familie aus vier Modellen auf. Die Strategie dahinter ist differenziert: Man bedient sowohl die Open-Source-Community als auch den professionellen High-End-Markt.
Das Highlight für Bastler und Entwickler ist die 4B-Serie (4 Milliarden Parameter). Sowohl das auf Geschwindigkeit getrimmte Standard-Modell als auch die "Base"-Version für eigenes Feintuning erscheinen unter der Apache 2.0 Lizenz. Das ist ein starkes Signal: Diese Modelle können ohne Einschränkungen kommerziell genutzt, verändert und in eigene Software integriert werden.
Parallel dazu positioniert BFL die 9B-Serie (9 Milliarden Parameter) als Qualitäts-Flaggschiff. Diese Modelle schließen die Lücke zu riesigen Server-Lösungen, stehen jedoch unter der FLUX Non-Commercial License. Wer die maximale Bildqualität für geschäftliche Zwecke benötigt, wird hier zur Kasse gebeten, während private Anwender die volle Power kostenlos testen dürfen.
Benchmark-Analyse: Effizienz schlägt rohe Gewalt
Ein Blick auf die technischen Daten zeigt, warum diese Veröffentlichung relevant ist. In der Welt der generativen KI waren Qualität und Geschwindigkeit bisher oft gegensätzliche Pole. Die "klein"-Serie bricht dieses Paradigma auf.
Das FLUX.2 [klein] 4B Modell ist ein echtes Effizienzwunder. Mit einem VRAM-Bedarf von lediglich 8,4 GB läuft es komfortabel auf der breiten Masse der Consumer-Grafikkarten. Selbst ältere Karten oder Mittelklasse-Modelle werden so wieder relevant für moderne KI-Anwendungen.
Die 9B-Variante spielt qualitativ in einer eigenen Liga und konkurriert laut Elo-Ratings direkt mit Schwergewichten wie Qwen 2512. Dafür fordert sie aber auch ihren Tribut: Rund 19,6 GB VRAM sind nötig. Das ist für Besitzer einer RTX 3090 oder 4090 machbar, schließt aber Standard-Hardware aus.
Latenz-Wunder: Die RTX 5090 zeigt Muskeln
Qualität ist das eine, aber im Jahr 2026 zählt der Workflow. Hier deklassiert die "klein"-Serie die Konkurrenz deutlich. Während massive Modelle oft 15 Sekunden oder länger für ein Bild benötigen, liefert FLUX.2 Ergebnisse fast in Echtzeit.
Auf einer aktuellen RTX 5090 generiert das 4B-Modell ein fertiges Bild in rasanten 1,2 Sekunden. Das ermöglicht interaktive Anwendungen, bei denen das Bild während der Eingabe entsteht. Selbst das mächtigere 9B-Modell benötigt auf dieser High-End-Hardware nur etwa 2 Sekunden.
Unterschieden wird zudem zwischen den destillierten Modellen (schnell, fertig nutzbar) und den Base-Modellen (langsamer, aber trainierbar). Wer etwa das 9B Base Modell für eigenes Training nutzen will, muss auf einer RTX 5090 mit etwa 35 Sekunden pro Durchgang rechnen – der Preis für maximale Flexibilität.
Warum "klein" das neue Groß ist
Die Relevanz dieser Veröffentlichung liegt in der Demokratisierung der Technologie. Durch die Apache 2.0 Lizenz der 4B-Modelle ermöglicht Black Forest Labs leistungsfähige, lokale KI-Anwendungen ohne Cloud-Zwang. Entwickler können nun Tools bauen, die Datenschutz und Unabhängigkeit garantieren, ohne auf Bildqualität verzichten zu müssen.




