Durchbruch bei OpenAI: GPT-5.2 berechnet neue Formel für die theoretische Physik
Das KI-Modell beweist abweichende Gluon-Interaktionen und korrigiert damit eine bisherige Annahme im physikalischen Standardmodell.

Das KI-Modell GPT-5.2 von OpenAI hat eine bislang unbekannte mathematische Formel in der theoretischen Physik hergeleitet. Entgegen bisheriger wissenschaftlicher Annahmen liefert das System den Nachweis, dass bestimmte Gluon-Interaktionen in einem spezifischen Grenzwert nicht null betragen.
Korrektur einer etablierten Annahme
Das Sprachmodell analysierte laut einem aktuellen Artikel auf arXiv das Verhalten von Gluonen. Diese Elementarteilchen vermitteln die starke Wechselwirkung und halten Quarks in Atomkernen zusammen. Forscher gingen im physikalischen Standardmodell bislang davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Streuprozesse stets null ergibt.
In einer zwölf Stunden langen Rechenphase prüfte GPT-5.2 diese sogenannten "Single-minus"-Tree-Amplituden. Das System ermittelte für den spezifischen "half-collinear"-Grenzwert ein stark abweichendes Resultat. Es leitete auf dieser Basis eigenständig eine völlig neue mathematische Formel ab.
Die generierte Gleichung beschreibt einen eindeutig von null verschiedenen Wert für diesen Teilchenzustand. Im unmittelbaren Anschluss untersuchten unabhängige theoretische Physiker den computergenerierten Lösungsweg. Sie konnten die Richtigkeit der Formel durch etablierte mathematische Methoden formal beweisen.
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Konkreter Nutzen für die Forschung
Die exakte Berechnung solcher komplexen Streuamplituden ist für Experimente in der Hochenergiephysik von sehr großer Bedeutung. Wissenschaftler benötigen diese präzisen theoretischen Vorhersagen für den späteren Abgleich in der Praxis. Nur so lassen sich die enormen Datenmengen aus Teilchenbeschleunigern wie dem Large Hadron Collider (LHC) korrekt auswerten.
Dass ein neuronales Netz in diesem hochspezialisierten Fachgebiet eine fehlerfreie Näherungsformel entdeckt, belegt die erweiterten analytischen Fähigkeiten der Software. Das Modell verbrachte laut den Entwicklern einen halben Tag nur mit dem systematischen Durchdenken des mathematischen Problems. OpenAI positioniert GPT-5.2 mit diesem Resultat deutlich als Assistenzsystem für die akademische Grundlagenforschung.
In der Praxis muss sich allerdings erst zeigen, ob Modelle wie GPT-5.2 solche Leistungen verlässlich wiederholen können. Besonders bei völlig unerforschten physikalischen Vorgängen stehen derartige Nachweise noch komplett aus. Die nun verifizierte Entdeckung markiert ungeachtet dieser Einschränkungen einen validen Fortschritt bei der computergestützten Herleitung physikalischer Gesetzmäßigkeiten.