Die USA haben China einen direkten Benachrichtigungsmechanismus für gefährliche KI-Vorfälle vorgeschlagen. Beide Staaten könnten sich darüber informieren, wenn ein Zwischenfall mit Künstlicher Intelligenz die nationale Sicherheit berührt. Damit erhält die geplante Zusammenarbeit der beiden größten KI-Mächte erstmals einen konkreten Ansatz.
US-Finanzminister Scott Bessent stellte den Vorschlag bei Gesprächen mit Chinas Vize-Ministerpräsident He Lifeng in New York vor. Washington wolle bei gemeinsamen Zielen und Bedrohungen zu einer gemeinsamen Sicht gelangen, erklärte Bessent nach dem Treffen. Mehr Transparenz sei zwischen den führenden KI-Nationen besonders wichtig.
China bestätigt Dialog, aber keine Details
Welche Vorfälle eine Meldung auslösen und wie der Austausch ablaufen könnte, blieb offen. Auch ist noch nicht entschieden, ob China dem Vorschlag zustimmt. Das chinesische Handelsministerium bestätigte lediglich einen Dialog über Fragen rund um Künstliche Intelligenz.
Die Gespräche bereiten das Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Donnerstag in Washington vor. Dort könnte aus dem amerikanischen Vorschlag eine formelle Vereinbarung werden. Bislang konkurrieren beide Länder vor allem um die technologische Führung und beschränken den gegenseitigen Zugang zu fortgeschrittenen Chips und anderer Schlüsseltechnik.
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KI-Sicherheit trifft auf Handelsstreit
Der mögliche Warnkanal ist Teil eines größeren Verhandlungspakets. Bessent, He und der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sprachen auch über den sogenannten Board of Trade. Das geplante Verfahren soll mögliche Zollsenkungen für nicht strategische Waren ausloten.
Zusätzlichen Druck erzeugt die Zollpause, die am 10. November ausläuft. Washington wirft Peking zudem vor, zugesagte Erleichterungen bei der Ausfuhr kritischer Mineralien nicht vollständig umgesetzt zu haben.
Ob die Präsidenten beim Gipfel einen Durchbruch erzielen, ist damit offen. Der KI-Vorschlag zeigt jedoch, dass beide Regierungen trotz ihres Technologiewettlaufs einen direkten Draht für gefährliche Zwischenfälle prüfen.
