Mira Muratis Fehlstart: OpenAI wildert brutal bei der Ex-Chefin
Kaum gestartet, schon am Ende? Der Abgang der Co-Gründer ist ein fatales Signal für Muratis ambitioniertes KI-Startup.

OpenAI rekrutiert drei zentrale Mitarbeiter von Thinking Machines Lab, darunter zwei Co-Gründer der ehemaligen Technikchefin Mira Murati. Der überraschende Wechsel unterstreicht die Dominanz des ChatGPT-Entwicklers im Kampf um spezialisierte KI-Talente und setzt das Konkurrenz-Startup unter frühen Druck.
Prominente Rückkehrer im Silicon Valley
Der Kampf um die führenden Köpfe der künstlichen Intelligenz spitzt sich im Januar 2026 weiter zu. OpenAI verzeichnet bedeutende Rückkehrer: Barret Zoph und Luke Zettlemoyer verlassen das erst kürzlich gegründete Startup Thinking Machines Lab und schließen sich wieder ihrem alten Arbeitgeber an. Beide galten als Schlüsselfiguren beim Aufbau des neuen Unternehmens von Mira Murati, der ehemaligen Technikchefin von OpenAI. Neben den beiden Co-Gründern wechselt laut aktuellen Berichten noch ein dritter, namentlich nicht genannter Mitarbeiter zurück zum Marktführer.
Besonders die Personalie Barret Zoph wiegt schwer. Zoph hatte sich bei OpenAI einen Namen gemacht, indem er maßgeblich an der Optimierung der Modelle nach dem Training arbeitete – dem sogenannten Post-Training. Diese Phase ist entscheidend dafür, wie sicher und nützlich ein KI-Modell im Endeffekt für den Nutzer agiert. Luke Zettlemoyer hingegen bringt als Professor der University of Washington tiefgreifende akademische Expertise in die Entwicklung ein. Dass diese Kaliber nach nur wenigen Monaten das Lager wechseln, ist in der Branche höchst ungewöhnlich.
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Ein harter Schlag für Muratis Ambitionen
Für Mira Murati stellt dieser Vorgang einen signifikanten Rückschlag dar. Sie hatte OpenAI erst im vergangenen Jahr verlassen, um mit Thinking Machines Lab eigene Wege zu gehen und proprietäre KI-Modelle zu entwickeln. Der Start eines solchen Deep-Tech-Unternehmens steht und fällt mit der Qualität des Gründungsteams. Wenn zwei von drei Mitstreitern in einer so frühen Phase abspringen, wirft das Fragen zur Stabilität und zur technologischen Roadmap des Startups auf.
Murati muss nun nicht nur den Verlust von wichtigem Know-how kompensieren, sondern auch das Vertrauen von Investoren sichern. In der Venture-Capital-Szene gelten stabile Gründerteams als wichtigstes Asset. Das schnelle Ausscheiden von Co-Gründern wird oft als Warnsignal interpretiert. Es bleibt abzuwarten, wie schnell Thinking Machines Lab diese Lücken schließen kann, um im Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren.
Konsolidierung der Macht bei OpenAI
Für Sam Altman und OpenAI ist die Rückholaktion ein strategischer Sieg, der über reine Personalpolitik hinausgeht. Das Unternehmen signalisiert damit deutlich, dass es weiterhin der attraktivste Arbeitgeber im Bereich der generativen KI ist. Trotz zahlreicher Abgänge im Jahr 2025 scheint die Anziehungskraft der Forschungsumgebung bei OpenAI ungebrochen.
Der Vorgang verdeutlicht zudem ein Kernproblem der aktuellen KI-Landschaft: Der Pool an Spitzenforschern, die komplexe Sprachmodelle nicht nur verstehen, sondern signifikant verbessern können, ist weltweit extrem klein. Große Player wie OpenAI nutzen ihre enormen finanziellen Ressourcen und ihre Rechenkapazitäten, um dieses Talent an sich zu binden oder zurückzugewinnen. Für neue Herausforderer wie Thinking Machines Lab wird die Luft in diesem Umfeld dünner, da sie gegen die etablierten Strukturen und Ressourcen der Platzhirsche ankämpfen müssen.