Neue Mac Minis vor der OpenAI Zentrale

Warum OpenAI gerade alle Mac minis kauft

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Neue Mac Minis vor der OpenAI Zentrale

Nach dem ersten Run auf Apple-Hardware durch OpenClaw greifen nun die großen KI-Unternehmen zu. OpenAI hat Zehntausende Mac minis und Mac Studios erworben, um neue Computer-Use-Agenten zu trainieren. Das sorgt für spürbare Lieferengpässe.

Agenten lernen durch Versuch und Irrtum

OpenAI nutzt die Macs für das Reinforcement Learning. Bei dieser Methode lernt die KI durch Versuch und Irrtum. Ziel ist die Entwicklung von Agenten, die eigenständig mehrstufige Aufgaben auf der Benutzeroberfläche eines Computers erledigen.

OpenAI sucht händeringend nach weiteren Geräten. Ausführungen mit großem Arbeitsspeicher sind wegen fehlender Speicherchips ohnehin seit Monaten ausverkauft.

Auch der Konkurrent Anthropic nutzt diese Infrastruktur. Das Unternehmen mietet Mac minis über den Cloud-Dienst AWS von Amazon. Die Open-Source-Software Exo verstärkt diesen Trend zusätzlich. Sie erlaubt es, mehrere Macs zu einem Cluster zusammenzuschließen, um große Modelle direkt lokal auszuführen.

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Eigene Cloud-Dienste entstehen

Peter Voell, ehemals für die Recheninfrastruktur bei OpenAI zuständig, baut mit dem Projekt Mount Thor aktuell einen Cloud-Dienst auf Basis von Apple-Hardware auf. Die Rechner eignen sich für lange Trainingsaufgaben durch ihre Kühlung und Apples Unified-Memory-Ansatz. Haupt- und Grafikprozessor teilen sich dabei den Arbeitsspeicher.

Nvidia positioniert sich in diesem Segment mit dem DGX Spark als kompakte Alternative. Das Gerät setzt jedoch weiterhin auf dedizierte GPU-Rechenleistung mit CUDA- und Tensor-Kernen.

Das heute erschienene OpenClaw 2 könnte für eine zusätzliche Nachfrage sorgen. So oder so ist der Hardware-Markt auf vielen Ebenen von künstlicher Intelligenz getrieben.

Für Apple zahlt sich die Nachfrage bereits aus. Im Juni-Quartal stiegen die Mac-Umsätze um fast 29 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar.

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