waymo auto in münchen

Waymo schickt fahrerlose Robotaxis nach München

Andreas Becker GPT-Images-2.0
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In den kommenden Wochen starten in München die ersten Testfahrten für Waymos Robotaxi-Service. Ende 2027 sollen die autonomen Fahrzeuge dann regulär Fahrgäste transportieren.

Erprobung in mehreren Phasen

Der Betrieb beginnt zunächst mit menschlichen Fahrern am Steuer. Speziell geschulte Mitarbeiter lenken die Autos manuell durch das Stadtgebiet. Sie sammeln dabei Daten über die örtlichen Verkehrsbedingungen und erstellen hochauflösende Karten des Münchner Straßennetzes.

Anschließend übernimmt der »Waymo Driver« die Fahrzeugsteuerung. In dieser Phase sitzt weiterhin Sicherheitspersonal am Steuer, um bei Bedarf einzugreifen. Erst nach Abschluss dieser Validierung ist der autonome Betrieb ohne Fahrer vorgesehen.

Die Erprobung findet rund um die Uhr in weiten Teilen Münchens statt. Waymo nennt unter anderem die Altstadt, Schwabing, Bogenhausen und Laim als Einsatzgebiete. Buchen lassen sich die Fahrzeuge in dieser Zeit noch nicht.

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München als EU-Premiere

Mit dem Schritt nach Bayern bereitet das Unternehmen seinen ersten kommerziellen Markt innerhalb der Europäischen Union vor. In Europa hatte die Alphabet-Tochter zuvor einen Start in London angekündigt. Da das Vereinigte Königreich nicht mehr zur EU gehört, wird München damit Waymos erster Markt im europäischen Wirtschaftsraum.

Für den kommerziellen Start peilt der Anbieter Ende 2027 an. Dieser Termin gilt als Ziel und nicht als festes Datum. Die erforderlichen Genehmigungen von Kommunal-, Landes- und Bundesbehörden liegen aktuell noch nicht vollständig vor.

Quelle: Waymo

Technik und US-Erfahrung

Der »Waymo Driver« muss für den Einsatz in Deutschland an die hiesigen Verkehrsregeln angepasst werden. Er lernt komplexe Straßenführungen, Vorfahrtsregeln sowie das typische Verhalten von Radfahrern und Fußgängern im europäischen Stadtverkehr.

Die Sensoren und die Software müssen zudem für die winterlichen Straßenbedingungen gerüstet sein. Waymo testet das Fahren bei Schnee und Eis bereits intensiv in den USA. Dort betreibt das Unternehmen seinen fahrerlosen Fahrdienst in mehreren amerikanischen Metropolen im Regelbetrieb.

Waymo verzeichnet nach eigenen Angaben bislang mehr als 20 Millionen absolvierte Fahrten. Auf über 350 Millionen autonom gefahrenen Kilometern registrierte Waymo im Vergleich zu menschlichen Fahrern 16-mal weniger Unfälle mit Schwerverletzten.

Quelle: Waymo

Datenschutz im öffentlichen Raum

Die Autos erfassen ihre Umgebung über ein System aus Kameras, Lidar und Radar auf eine Distanz von bis zu 300 Metern. Diese Umfelddaten sind notwendig, um das Verkehrsgeschehen zu analysieren und Kollisionen zu vermeiden.

Da die Kameras den öffentlichen Raum filmen, unterliegt der Betrieb der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das Unternehmen nutzt nach eigenen Angaben keine Gesichtserkennung oder biometrischen Verfahren, um Passanten zu identifizieren.

Die erhobenen Daten dienen ausschließlich der Navigation. Sie werden in einer eigenen, unabhängigen Dateninfrastruktur verarbeitet und fließen nicht für Werbezwecke an den Mutterkonzern Google ab.

Welche Fahrzeugmodelle in München auf die Straße kommen, ist noch offen. In den USA nutzt der Dienst den Jaguar I-Pace und den zusammen mit Zeekr entwickelten Ojai, der mit der sechsten Sensorgeneration ausgestattet ist.

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