GPT-6 Astra ist offenbar zum bevorzugten Ziel chinesischer KI-Unternehmen geworden, die Fähigkeiten westlicher Spitzenmodelle in eigene Modelle übertragen wollen. DeepSeek und Moonshot AI sollen Ausgaben des OpenAI-Modells beim Training von DeepSeek V4.1-Flash und Kimi K3.1 Pro genutzt haben.
Anthropics Schutzmaßnahmen verändern das Ziel
The Information berichtet unter Berufung auf Personen mit direkter Kenntnis, dass sich beide Unternehmen stark auf Astra-Ausgaben gestützt haben. Zuvor war Claude das wichtigste Ziel solcher Destillationsversuche. Neue Schutzmaßnahmen von Anthropic sollen die Menge abgegriffener Reasoning-Daten inzwischen um 90 bis 99 Prozent verringern.
Bei der Destillation lernt ein kleineres Modell aus den Antworten eines größeren Modells. Das Verfahren gehört zur normalen Entwicklung von KI-Modellen, wenn ein Anbieter seine eigenen Modelle verwendet. Umstritten wird es, wenn Konkurrenten ohne Erlaubnis große Antwortmengen oder verborgenes Reasoning sammeln. OpenAI und Anthropic untersagen das in ihren Nutzungsbedingungen.
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OpenAI kennt das Vorgehen bereits
OpenAI stoppte Ende Juli eine koordinierte Kampagne, die geschütztes Reasoning aus seinen Modellen sichtbar machen sollte. Das Unternehmen fand zugehörige Aktivitäten bei mehr als 15.000 Nutzerkonten und ordnete einen zentralen Teil Personen mit Verbindung zu Moonshot zu.
Moonshot wollte sich gegenüber The Information nicht äußern, DeepSeek antwortete überhaupt nicht. Für OpenAI zeigt der Wechsel zu Astra vor allem, wie schnell Anbieter ihre Methoden an neue Schutzmaßnahmen anpassen.
