Grok 4.20: Vier KI-Modelle diskutieren jetzt heimlich im Hintergrund
Bevor Nutzer eine Antwort erhalten, debattieren bei Grok 4.20 ein Koordinator und drei Experten miteinander, um Fakten und Logik zu prüfen.

xAI hat die Beta-Phase für sein neues Sprachmodell Grok 4.20 gestartet. Die Software arbeitet Nutzeranfragen nicht mehr monolithisch ab, sondern teilt komplexe Aufgaben intern auf vier kooperierende KI-Agenten auf.
Spezialisierte Aufgabenteilung
Nutzer finden die neue Version im Auswahlmenü gezielt unter dem Eintrag "Grok 4.20 (Beta)". Der dortige Zusatz "4 Agents" weist auf die veränderte interne Struktur hin. Ein zentrales Hauptmodell, intern "Captain" genannt, fungiert als übergeordneter Koordinator. Dieser zerlegt die Eingabe des Nutzers in mehrere Teilaufgaben, delegiert sie an drei spezialisierte Unterprogramme und führt die Ergebnisse am Ende zu einer kohärenten Antwort zusammen.
Die drei Hilfsagenten decken spezifische Kernkompetenzen ab, um die Fehlerquote zu minimieren. Der erste Agent durchsucht in Echtzeit den Datenstrom der Plattform X nach aktuellen Informationen und verifiziert primäre Fakten. Für mathematische Berechnungen, Programmierung und strenge logische Prüfungen greift das System auf den zweiten Agenten zurück. Der dritte Agent übernimmt schließlich kreative Ansätze, fahndet nach blinden Flecken in der Logikkette und optimiert die Lesbarkeit des finalen Textes.
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Hohe Effizienz statt maximaler Größe
Im Gegensatz zu massiven Flaggschiff-Modellen arbeitet Grok 4.20 auf einer vergleichsweise kompakten Basis von rund 500 Milliarden Parametern. Diese Größe gilt in der aktuellen KI-Entwicklung als effizienter Mittelbau. Durch die intelligente Aufgabenteilung der vier Agenten zielt die Architektur darauf ab, Rechenleistung punktgenau einzusetzen, statt jede Anfrage komplett durch ein extrem ressourcenhungriges Netz zu leiten.
Zusätzlich bietet das Modell ein stark erweitertes Gedächtnis für laufende Konversationen. Für die Verarbeitung umfangreicher Dokumente oder langer Dialogverläufe steht ein Kontextfenster von 256.000 Token zur Verfügung. Die strikte Trennung von Echtzeit-Faktenprüfung und logischem Denken soll dabei vor allem inhaltliche Falschaussagen reduzieren.
Erste experimentelle Praxistests deuten auf eine hohe Leistungsfähigkeit bei komplexen Analyseaufgaben hin. In einem kürzlich durchgeführten Wettbewerb für den automatisierten Aktienhandel lieferte die neue Version nach vorläufigen Ergebnissen präzisere Prognosen als etablierte Modelle der Konkurrenz. Die reguläre Freigabe von Grok 4.20 für alle zahlenden Abonnenten kündigt das Unternehmen für die kommende Woche an.
