OpenAI hat GPT-6 Astra ein komplettes Gerät für Gespräche mit Codex entwerfen lassen. Zwei Mitarbeiter begleiteten das Nebenprojekt und erreichten in weniger als einer Woche ein fertiges Design, ein Auftragsfertiger produzierte die ersten Prototypen binnen eines Monats.
Von der Platine bis zur Benutzeroberfläche
Astra gestaltete das Gehäuse und dessen innere Halterungen, wählte elektronische Bauteile aus und entwarf die Leiterplatte. Das KI-Modell entwickelte außerdem die Benutzeroberfläche, die Firmware und die Anbindung an Codex. Direkte menschliche Änderungen am Entwurf gab es während des Experiments laut OpenAI nicht.
Für die Fertigung reichte das Ergebnis allein jedoch noch nicht aus. Das Team musste mehrere Prüfrunden einlegen, weil Astra Produktionsgrenzen, Toleranzen und Details für die Montage teilweise übersah.
OpenAIs eigene Hardware- und Infrastrukturteams setzen Codex und ChatGPT bereits für CAD-Modelle, Fertigungszeichnungen, Simulationen und Designprüfungen ein. Seit Februar stieg die gemessene Modellnutzung in diesen Teams um das 23-Fache.
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Neues internes Modell legt im CAD-Benchmark zu
Auch bei BenchCAD 2.0 meldet OpenAI einen deutlichen Sprung. Der Benchmark prüft unter anderem, ob KI-Modelle dreidimensionale Bauteile rekonstruieren und Verbindungen auf Leiterplatten erkennen. Ein noch nicht veröffentlichtes internes Modell erreichte im Mittel 0,88 Punkte, GPT-6 Astra kam mit der höchsten Thinking-Stufe nur auf 0,59 Punkte.
Parallel startet OpenAI eine Forschungskooperation mit Mazda. Astra soll dessen Ingenieure bei Strömungs- und Crashsimulationen unterstützen und neue Fahrzeugformen untersuchen.
Die Ergebnisse des Geräteprojekts zeigen zugleich, wo der praktische Engpass liegt. Ein digital stimmiger Entwurf muss sich in der Fabrik weiterhin an realen Toleranzen und Montagevorgaben bewähren.
