Mit »Expert Intelligence« lassen sich bei Google gekaufte Fachbücher als direkte Datenbasis für KI-Abfragen nutzen. Bei geteilten Dokumenten müssen auch Kollegen das Buch erwerben.
Bislang antworten KI-Assistenten meist auf Basis breiter, oft nicht nachvollziehbarer Trainingsdaten. Google ändert das nun für sein Gemini Notebook. Über die Funktion »Expert Intelligence« können Nutzer ihre bei Google Play Books erworbenen E-Books in die Arbeitsumgebung importieren.
Die KI greift anschließend gezielt auf diese Texte zurück, um konkrete Fragen zum Inhalt zu beantworten, Zusammenfassungen zu schreiben oder Lernkarten zu erstellen.
Ein Manager kann Gemini Notebook beispielsweise nutzen, um auf Basis eines bestimmten Führungsratgebers Strategien für anstehende Mitarbeitergespräche zu entwerfen.
Quelle: Google
Verlage profitieren von neuem Rechtemodell
Zum Start stehen über 100.000 Titel von Verlagen wie Macmillan, O’Reilly und Penguin Random House bereit. Für ausgewählte Autoren wie Steven Pinker oder Kim Scott bietet Google zudem spezielle »Featured Notebooks« an, die zusätzliches Material für die Arbeit mit der KI enthalten.
Diese Verknüpfung von E-Book und KI beinhaltet einen strikten Rechteschutz. Teilt ein Anwender sein Notebook mit anderen, müssen diese das eingebundene Buch ebenfalls bei Google kaufen. Geschieht das nicht, verweigert die KI den Zugriff auf die buchspezifischen Inhalte in dem geteilten Dokument.
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Ausweitung auf reguläre Google-Suche geplant
Aktuell beschränkt sich die neue Funktion auf E-Books innerhalb des Notebooks. Google kündigte jedoch an, das Konzept bald auf kostenpflichtige Fachzeitschriften, Marktforschungsberichte und Lehrbücher auszuweiten.
Später soll die Funktion auch in der regulären Gemini-App sowie dem KI-Modus der Google-Suche zur Verfügung stehen.

