Techgiganten werfen mit Geld um sich für Roboter

Big Tech investiert mehr als das Bruttoinlandsprodukt ganzer Staaten

Die massiven Ausgaben von 650 Milliarden Dollar fließen primär in Nvidia-Chips und den Aufbau eigener Energieversorgung.

Andreas Becker Nano Banana
Techgiganten werfen mit Geld um sich für Roboter

Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft stocken ihre Budgets massiv auf. Die vier Konzerne planen gemeinsame Investitionen von rund 650 Milliarden US-Dollar, um ihre KI-Infrastruktur massiv auszubauen.

Amazon setzt neue Maßstäbe bei den Ausgaben

Amazon führt die Liste der Investoren mit einer aggressiven Strategie an und plant Ausgaben von rund 200 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr. CEO Andy Jassy verteidigt diese Summe als notwendigen Schritt, um die explodierende Nachfrage nach KI-gestützten Cloud-Diensten zu bedienen.

Der Konzern steckt das Kapital primär in den Bau neuer Rechenzentren und die Entwicklung eigener Chips. Jassy signalisierte, dass derzeit fehlende Kapazitäten der einzige limitierende Faktor für das weitere Wachstum der Cloud-Sparte AWS sind.

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Alphabet kämpft mit physischen Grenzen

Auch bei der Google-Mutter Alphabet kennen die Ausgaben nur eine Richtung und erreichen ein Rekordniveau von etwa 185 Milliarden Dollar. Diese enorme Summe soll vor allem die Trainingskapazitäten für kommende Generationen der Gemini-Modelle und die Suche-Infrastruktur sichern.

CEO Sundar Pichai dämpfte jedoch die Erwartungen an eine sofortige Umsetzung aller Pläne. Er warnte spezifisch vor Engpässen in der Lieferkette und bei der Energieversorgung, die den schnellen Aufbau neuer Cluster bremsen könnten.

Meta und Microsoft im Zugzwang

Microsoft profitiert zwar finanziell bereits stark von seiner Beteiligung an OpenAI, muss aber die eigene Infrastruktur ebenfalls drastisch hochfahren. Die Redmonder integrieren KI tief in ihr gesamtes Software-Ökosystem, was rund um die Uhr enorme Rechenleistung im Hintergrund erfordert.

Meta hingegen fokussiert sich unter Mark Zuckerberg auf den Aufbau riesiger Cluster für das Training neuer Modelle. Das erklärte Ziel ist der Weg zu einer fortschrittlichen KI-Intelligenz, was Investitionen weit über dem bisherigen Niveau für das Metaverse verlangt.

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Profiteure im Hardware- und Energiesektor

Ein Großteil dieser 650 Milliarden Dollar fließt direkt an Hardware-Hersteller und zunehmend an Energieversorger. Nvidia und Hersteller von Speicherchips bleiben die primären Nutznießer dieses anhaltenden Investitionsrausches.

Gleichzeitig müssen die Tech-Giganten völlig neue Wege bei der Energiebeschaffung gehen. Um den Energiehunger der neuen KI-Fabriken zu stillen, investieren die Konzerne mittlerweile direkt in die Energieinfrastruktur, von erneuerbaren Energien bis hin zu nuklearen Optionen.

Anleger zwischen Sorge und Gier

Die Finanzmärkte betrachten diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen, da die hohen Abschreibungen kurzfristig auf die Margen drücken. Die Börsen reagierten teils nervös auf die Ankündigungen, da die Rentabilität dieser Investitionen erst in Zukunft bewiesen werden muss.

In den Chefetagen herrscht dennoch Einigkeit darüber, dass das Risiko einer Unterinvestition existenzbedrohend wäre. Die Unternehmen nehmen bewusst kurzfristigen Druck auf die Bilanzen in Kauf, um ihre Marktposition in der technologischen Neuordnung nicht zu verlieren.

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