Tesla stoppt Produktion von Model S und X für Roboter
Elon Musk baut das Werk in Fremont um und plant jährlich eine Million Optimus-Einheiten.

Tesla beendet im Juni 2026 die Fertigung der Modelle S und X, um Platz für humanoide Roboter zu schaffen. CEO Elon Musk baut das Stammwerk in Fremont radikal um und richtet den Konzern neu auf künstliche Intelligenz aus.
Das Ende der Luxusklasse
Der Produktionsstopp markiert eine harte Zäsur für den amerikanischen Autobauer. Model S und Model X begründeten den Ruf der Marke als Pionier der Elektromobilität, spielen in der aktuellen Bilanz jedoch kaum noch eine Rolle. Sie machten im vergangenen Jahr lediglich drei Prozent der weltweiten Auslieferungen aus.
Diese geringen Stückzahlen rechtfertigen den enormen Flächenverbrauch in der kalifornischen Fabrik nicht mehr. Musk benötigt die Areale dringend, um seine Wette auf die Zukunft physisch umzusetzen. Die freiwerdenden Kapazitäten fließen direkt in die Fertigungslinien für den humanoiden Roboter Optimus.
Das Ziel für den Standort Fremont ist extrem ambitioniert gesteckt. Tesla plant, dort eine jährliche Produktionskapazität von einer Million Robotern zu erreichen. Die Umrüstung der Anlagen soll unmittelbar nach dem Auslauf der letzten Fahrzeuge beginnen.
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Model S & X will live on through me pic.twitter.com/kNXx2eK1U2
— Tesla Optimus (@Tesla_Optimus) January 28, 2026
Strategische Investition in xAI
Parallel zur Hardware-Umstellung vertieft der Konzern seine finanzielle Verflechtung mit dem KI-Sektor. Tesla investiert zwei Milliarden US-Dollar in das Startup xAI, um sich langfristig Zugriff auf deren fortschrittliche Modelle zu sichern. Diese Technologie fungiert als das Gehirn für die geplanten Roboterflotten.
Die Strategie zielt auf die Beherrschung der sogenannten physischen Intelligenz ab. Musk sieht darin die notwendige Basis, damit Maschinen komplexe Aufgaben in der realen Welt autonom lösen können. Ohne diese Software-Grundlage bleibt die neue Roboter-Hardware nutzlos.
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Wirtschaftlicher Druck und Konkurrenz
Der radikale Schwenk erfolgt in einer wirtschaftlich angespannten Phase. Der Umsatz im Kerngeschäft mit Elektroautos sank im vierten Quartal 2025 um elf Prozent, was das zweite Jahr in Folge mit rückläufigen Zahlen markiert. Neue Einnahmequellen jenseits des reinen Fahrzeugverkaufs werden für das Unternehmen überlebenswichtig.
Zudem wächst der Wettbewerbsdruck im Bereich der Robotik massiv. Musk identifizierte kürzlich Hersteller aus China als die größten Konkurrenten bei der Entwicklung humanoider Systeme. Nur durch eine schnelle Skalierung in Fremont will Tesla seine technologische Führungsposition verteidigen.
Trotz der aggressiven Pläne räumte das Management ein, dass Optimus aktuell noch keine produktive Arbeit in den Fabriken leistet. Die Umstellung ist eine riskante Wette darauf, dass die Technologie bis Ende des Jahres skalierbar funktioniert. Die dritte Generation des Roboters soll hierfür die nötige Serienreife mitbringen.