Anthropic hat im dritten Quartal knapp 17 Milliarden $ umgesetzt. Das waren zwölfmal so viel wie ein Jahr zuvor. Kurz vor dem geplanten Börsengang meldet das KI-Unternehmen dennoch einen Nettoverlust von 23,3 Milliarden $.
Rechenkapazität kostet Anthropic Milliarden
Die Betriebskosten erreichten 17,5 Milliarden $ und lagen damit über dem Quartalsumsatz. Im Vorquartal hatte Anthropic operativ noch einen Gewinn erzielt. Der Abstand zwischen dem operativen Minus von rund 500 Millionen $ und dem Nettoverlust zeigt, dass weitere Finanz- und Bilanzposten das Ergebnis stark belasteten.
Zu den aktuellen Ausgaben gehörten 5 Milliarden $ für kurzfristig gesicherte Rechenkapazität. Weitere 2 Milliarden $ entfielen auf ein Programm, mit dem Anthropic Spenden seiner Mitarbeiter verdoppelte.
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Verpflichtungen nähern sich einer Billion $
Anthropic hat sich laut aktualisiertem Börsenprospekt zu Ausgaben und Mieten über insgesamt 895,4 Milliarden $ verpflichtet. Fast die Hälfte davon soll bis Ende 2030 anfallen. Rund 70 Milliarden $ werden bereits innerhalb der kommenden zwölf Monate fällig.
Hinter den Verträgen stehen unter anderem Google, Amazon, SpaceX, Chiphersteller und ehemalige Betreiber von Krypto-Rechenzentren. Anthropic soll 2026 auf mehr als 3,5 Gigawatt Rechenkapazität zugreifen können.
Japan soll den Börsengang mitfinanzieren
Das benötigte Kapital erhöht den Druck auf den geplanten Börsengang. Medienberichte nennen ein mögliches Emissionsvolumen von rund 100 Milliarden $.
Bis zu 552,9 Milliarden Yen oder rund 3,5 Milliarden $ sollen japanische Anleger beisteuern. Das Geld aus den neuen Aktien ist für Betriebskosten, Investitionen und laufendes Kapital vorgesehen.
Aktienzahl, Ausgabepreis und endgültige Unternehmensbewertung stehen noch nicht fest. Anthropic will seine Class-A-Aktie unter dem Kürzel »ANT« an der Nasdaq listen.
