Faker spielt LOL gegen Grok 5

Menschheit gegen KI: Musk plant das finale Duell für 2026

Grok 5 fordert LoL-Weltmeister heraus – ohne technische Tricks, sondern mit reinem künstlichen Verstand.

Andreas Becker Nano Banana
Faker spielt LOL gegen Grok 5

Elon Musk sucht den ultimativen Härtetest für seine KI. Auf X kündigte er an, dass sein kommendes Modell Grok 5 im Jahr 2026 gegen das weltbeste League of Legends-Team antreten wird. Die Bedingungen sind streng und sollen beweisen, dass die Maschine wie ein Mensch denkt.

Gleiche Augenhöhe statt technischer Übermacht

Musk diktiert für dieses Duell ein striktes Regelwerk. Grok 5 darf nicht auf interne Spieldaten oder APIs zugreifen. Die KI muss das Geschehen auf dem Monitor über eine Kamera erfassen, genau wie ein menschlicher Spieler mit gesunden Augen. Das verhindert unfaire Vorteile durch das direkte Auslesen des Speichers.

Zusätzlich bremst Musk die Reaktionsgeschwindigkeit der KI künstlich aus. Die Klickrate und die Reaktionszeit dürfen das menschliche Limit nicht überschreiten. Grok 5 soll nicht durch überlegene Reflexe gewinnen, sondern durch bessere Taktik überzeugen. Die Maschine muss Strategien entwickeln, Karten lesen und im Team agieren. Das Ziel ist ein fairer Vergleich der kognitiven Fähigkeiten.

Rechenpower für das digitale Gehirn

Hinter den Kulissen arbeitet xAI mit massiver Hardware an der Fertigstellung des Modells. Grok 5 nutzt eine Mixture-of-Experts-Architektur und greift auf 6 Billionen Parameter zurück. Das entspricht ungefähr der doppelten Größe des Vorgängers. Für das Training setzt das Unternehmen 100.000 H100-GPUs ein.

Das Modell verarbeitet Text, Bild und Video gleichzeitig. Musk behauptet, Grok 5 könne jedes Spiel allein durch das Lesen der Anleitung und visuelles Experimentieren erlernen. Trainingsdaten stammen unter anderem aus 500 Millionen täglichen Posts auf X und riesigen Mengen an Videomaterial. Musk sieht sogar eine zehnprozentige Chance, dass dieses Modell eine allgemeine künstliche Intelligenz, kurz AGI, erreicht.

E-Sports-Szene nimmt den Handschuh auf

Die Ankündigung löste in der Gaming-Welt sofort Reaktionen aus. T1, das Team des legendären Spielers Faker, signalisierte sofort Bereitschaft. Auch Marc Merrill von Riot Games zeigte sich offen für Gespräche über die Durchführung des Matches. League of Legends gilt aufgrund seiner Komplexität und der Notwendigkeit von Teamwork als deutlich schwieriger für KI als Schach oder Go.

Frühere Projekte wie OpenAI Five in Dota 2 nutzten oft angepasste Regeln oder direkten Zugriff auf Spieldaten. Grok 5 hingegen soll als Generalist antreten, der das Spiel wie ein Mensch lernt. Sollte die KI unter diesen "menschlichen" Bedingungen gegen Profis bestehen, markiert dies einen bedeutenden Sprung in der Entwicklung autonomer Systeme.

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