CoPaw sperrt OpenClaw in ein Sicherheitsgitter ein.

Besser als OpenClaw? Was Alibabas KI-Agent anders macht

Beide Assistenten laufen lokal und in Messengern. Doch ein unscheinbarer Schutzmechanismus macht bei der neuen Software den entscheidenden Unterschied.

Andreas Becker Nano Banana
CoPaw sperrt OpenClaw in ein Sicherheitsgitter ein.

Das Entwicklerteam AgentScope von Alibaba hat mit CoPaw eine neue Open-Source-Plattform für persönliche KI-Assistenten veröffentlicht. Die Software läuft lokal auf dem eigenen Rechner und positioniert sich durch strenge Sicherheitsvorgaben als direkte Alternative zum aktuellen System OpenClaw.

Sicherheitsvorteil durch integrierten Schutz

Auf dem Markt für digitale Assistenten sorgt derzeit besonders OpenClaw für Aufsehen. Beide Plattformen verfolgen einen ähnlichen Ansatz, da sie lokal operieren und sich nahtlos in bekannte Messenger einbinden.

CoPaw unterscheidet sich jedoch bei der Sicherheit grundlegend von seinem Konkurrenten. OpenClaw gewährt der KI einen weitreichenden Zugriff auf das Betriebssystem, was Sicherheitsexperten aufgrund möglicher Schadsoftware oder unvorhersehbarer Löschvorgänge zunehmend kritisieren.

Das Entwicklerteam von Alibaba löst dieses Problem mit einer integrierten Schutzschicht namens Tool Guard. Diese Funktion scannt alle geplanten Befehle im Vorfeld auf riskante Aktionen. Erkennt das System eine Gefahr, blockiert es den Prozess sofort und erzwingt eine manuelle Freigabe durch den Nutzer.

Zusätzlich basiert die neue Software auf dem strukturierten AgentScope-Framework. Dies sorgt im direkten Vergleich für deutlich mehr Stabilität bei autonomen Arbeitsabläufen im Hintergrund.

Quelle: Alibaba

Lokale Datenverarbeitung und Langzeitgedächtnis

Neben der Systemsicherheit steht der Schutz der persönlichen Informationen im Fokus. Die Software lässt sich wahlweise auf einem Server oder komplett lokal auf dem PC installieren.

Bei der lokalen Nutzung greift das System auf Sprachmodelle über bekannte Schnittstellen wie Ollama oder Llama.cpp zu. Dadurch bleiben sensible Daten im eigenen Netzwerk. Gleichzeitig fallen bei entsprechender Hardware keine laufenden Kosten für externe APIs an.

Ein weiterer zentraler Bestandteil ist das integrierte Langzeitgedächtnis. Der KI-Assistent speichert vergangene Interaktionen in einer lokalen Datenbank ab. Auf diese Weise baut die Software im Laufe der Zeit ein spezifisches Kontextwissen auf. Der Agent merkt sich Präferenzen sowie getroffene Entscheidungen und nutzt diese Informationen aktiv für zukünftige Aufgaben.

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Messenger-Anbindung und autonome Abläufe

In der täglichen Bedienung beschränkt sich CoPaw nicht auf eine simple Browser-Oberfläche. Das System lässt sich direkt in Dienste wie Discord, Slack oder iMessage integrieren.

Der Assistent agiert somit in den bevorzugten Apps der Anwender. Bei entsprechender Freigabe liest die KI auch Team-Chats mit und liefert passgenaue Antworten auf gestellte Fragen.

Darüber hinaus verfügt die Plattform über Planungsfunktionen für autonome Prozesse. Anwender können wiederkehrende Aufgaben über einen sogenannten Cron-Job zeitlich terminieren. Der KI-Agent führt diese Aufträge anschließend völlig selbstständig aus. Er überprüft dann beispielsweise Server-Protokolle zu einer bestimmten Uhrzeit oder fasst morgens aktuelle Nachrichten zusammen.

Interessierte Entwickler laden den Quellcode von CoPaw ab sofort kostenfrei über die Plattform GitHub herunter.

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