Donald Trump auf einem fliegenden OpenAI Teppich

Gehört OpenAI bald Donald Trump?

Kurz vor dem Börsengang verhandelt das Unternehmen über eine staatliche Beteiligung. Die USA wollen eigene Firmenanteile.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Donald Trump auf einem fliegenden OpenAI Teppich

Die US-Regierung verhandelt aktuell mit OpenAI über eine direkte Staatsbeteiligung an dem Unternehmen. Im Zentrum der Gespräche steht ein nationaler Wohlstandsfonds, der amerikanische Bürger unmittelbar an den Gewinnen der Technologie beteiligen soll.

Anteile für die Bevölkerung

OpenAI-Chef Sam Altman diskutiert bereits seit dem Jahr 2025 mit der Regierung unter Präsident Donald Trump über dieses Konzept. Demnach könnte das Startup Firmenanteile an einen staatlichen Fonds abtreten. Dieser »Public Wealth Fund« würde in langfristige Werte investieren und die Erträge an die Bürger ausschütten. Trump bestätigte die andauernden Gespräche jüngst an Bord der Air Force One. Die Öffentlichkeit könne durch solche Modelle im Grunde zum Partner werden.

Bereits im Februar 2025 unterzeichnete der Präsident eine Durchführungsverordnung zur Gründung eines entsprechenden Staatsfonds. Die US-Regierung hält aktuell ohnehin schon Anteile an großen Technologiekonzernen wie Intel und IBM.

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Vorbereitung auf den Börsengang

Private Investoren bewerten OpenAI derzeit mit mehr als 850 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen bereitet sich noch im laufenden Jahr auf einen möglichen Börsengang vor. Eine enge Verflechtung mit dem Staat könnte in dieser Phase als politischer Schutzschild gegen strenge Regulierungen dienen.

Auch über Parteigrenzen hinweg findet die Idee Anklang. US-Senator Bernie Sanders besprach das Konzept ebenfalls mit Altman. Sanders plant einen Gesetzentwurf, der eine Steuer von 50 Prozent auf Aktien großer KI-Firmen vorsieht, um damit den öffentlichen Fonds zu finanzieren. Im Gegenzug erhielte die Regierung Stimmrechte und Sitze in den Vorständen.

Finanzielle Risiken für den Staat

Eine staatliche Beteiligung birgt jedoch wirtschaftliche Gefahren. Kritiker vergleichen die Situation mit der Finanzkrise von 2008, als der Staat eingreifen musste, um als »too big to fail« eingestufte Konzerne zu retten.

OpenAI und Konkurrenten wie Anthropic verzeichnen zwar steigende Umsätze, operieren aber gleichzeitig noch immer mit Verlusten. Wenn der Staat als Anteilseigner auftritt, entsteht ein direkter Anreiz, strauchelnde Unternehmen im Notfall mit Steuergeldern zu stützen. Bislang gibt es keine offiziell beschlossenen Konditionen für die geplante Partnerschaft.

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