15 Robotik Unternehmen in Europa

Google DeepMind fördert europäische Robotik-Startups mit KI-Fokus

15 junge Firmen erhalten direkten Zugang zu geheimen KI Modellen. Unter ihnen ist auch ein deutsches Unternehmen.

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15 Robotik Unternehmen in Europa

Google DeepMind hat ein neues Accelerator-Programm für 15 vielversprechende Robotik-Startups aus Europa gestartet. Die jungen Unternehmen erhalten in den kommenden drei Monaten umfangreiche technische Unterstützung und exklusiven Zugang zu speziellen Gemini-KI-Modellen. Das primäre Ziel ist es, fortschrittliche künstliche Intelligenz direkt in physische Maschinen zu integrieren.

Künstliche Intelligenz für die reale Welt

Der Fokus der Technologiebranche verschiebt sich zunehmend vom rein digitalen Raum hin zur physischen Umgebung. Das neue Förderprogramm soll Gründern konkret dabei helfen, aktuelle Forschungsansätze in marktreife Anwendungen zu übersetzen. Die teilnehmenden Teams verbringen dafür die erste Woche in London.

Dort erhalten die Fachkräfte direkten Zugriff auf die weitreichende KI-Infrastruktur des Konzerns. Das umfasst neben einer intensiven technischen Beratung auch die Nutzung der spezialisierten Gemini-Modelle für den Robotik-Sektor. Diese sogenannten Handlungsmodelle verbinden komplexe visuelle Eindrücke mit einem tiefen Sprachverständnis.

Maschinen können ihre reale Umgebung dadurch besser analysieren und flexibler auf ungeplante Ereignisse reagieren. Die Anwendungsgebiete der ausgewählten Unternehmen sind entsprechend breit gefächert. Sie decken Bereiche von der klassischen Fertigung über den Hausbau bis hin zur anspruchsvollen Medizintechnik ab.

Quelle: Google

Deutsche Technologie für vernetzte Fabriken

Ein prominentes Mitglied des Programms ist die Berliner Deltia GmbH. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Digitalisierung und Optimierung von manuellen Produktionslinien. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels in der Industrie gewinnt diese Technologie derzeit stark an Bedeutung.

Deltia nutzt fortschrittliche Computer Vision und künstliche Intelligenz, um Arbeitsabläufe in den Fabrikhallen präzise zu analysieren. Kameras an den jeweiligen Montagestationen erfassen dabei kontinuierlich Bewegungen und einzelne Arbeitsschritte der Belegschaft. Das System verarbeitet diese Daten häufig lokal an der Maschine, um hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten zu gewährleisten.

Das integrierte KI-Modell wertet die Videostreams anschließend aus. Es erkennt ungenutzte Potenziale, identifiziert systematische Fehlerquellen und schlägt den Planern konkrete Optimierungen vor. Dieses Konzept überzeugt auch Branchenexperten, weshalb sich das Unternehmen erst kürzlich eine weitere Millionenfinanzierung für den Ausbau seiner Plattform sichern konnte.

Quelle: deltia

Elektronische Haut und automatisierter Hausbau

Neben der industriellen Fertigung arbeiten die europäischen Teilnehmer an außergewöhnlichen Speziallösungen für weitere Sektoren. Das britische Startup Touchlab stattet Maschinen beispielsweise mit einem menschlichen Sinn aus. Die Entwickler haben eine elektronische Haut entworfen, die deutlich dünner als menschliches Gewebe ist.

Diese e-skin verleiht den Robotern einen hochauflösenden Tastsinn. Die Maschinen können den mechanischen Druck dadurch exakt dosieren und selbst zerbrechliche Gegenstände sicher greifen. Das System funktioniert dabei sowohl an starren Industrierobotern als auch an flexiblen Greifarmen.

Ein völlig anderes Konzept verfolgt das Unternehmen AUAR, das ebenfalls aus Großbritannien stammt. Die Entwickler wollen den Bau von Wohnhäusern durch den Einsatz von Robotik spürbar günstiger machen. Dafür verlegen sie automatisierte Mikrofabriken direkt auf die lokale Baustelle.

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Winzige Roboter für die Medizin

Noch feiner und komplexer arbeiten die Ingenieure des französischen Unternehmens Robeauté. Das Medizintechnik-Startup konstruiert Mikroroboter, die in ihren Dimensionen kleiner als ein gewöhnliches Reiskorn sind.

Diese Winzlinge sollen zukünftig autonom durch das menschliche Gehirngewebe navigieren. Die Roboter ermöglichen es Ärzten, direkte Diagnosen vor Ort zu stellen, wichtige Gewebedaten zu sammeln oder sehr gezielte Therapien anzuwenden. Bisherige neurochirurgische Instrumente stoßen in diesem hochsensiblen Bereich oft an ihre physikalischen Grenzen.

Die technologische Vielfalt des Accelerator-Programms verdeutlicht, dass europäische Firmen bei der Entwicklung intelligenter Hardware eine zentrale Rolle einnehmen. Die enge Kombination aus spezialisierter Ingenieurskunst und leistungsfähigen KI-Modellen dürfte in naher Zukunft spürbare Auswirkungen auf zahlreiche Wirtschaftszweige haben.

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