OpenAI mit starken Änderungen für die Deep Research Funktion
Das Agenten-System erhält GPT-5.2, Echtzeit-Steuerung und Zugriff auf externe Anwendungen für tiefere Recherchen.

OpenAI hat ein umfangreiches Update für die Deep-Research-Funktion in ChatGPT veröffentlicht. Die automatisierte Recherche-Umgebung basiert ab sofort auf dem Modell GPT-5.2 und ermöglicht erstmals die direkte Anbindung externer Applikationen sowie eine gezielte Steuerung laufender Suchprozesse.
Modellwechsel als technische Basis
Kern der Aktualisierung ist die Umstellung des zugrundeliegenden Modells auf GPT-5.2. Bislang nutzte der "Deep Research"-Modus – ein Agenten-System, das eigenständig komplexe Suchaufträge im Web durchführt und synthetisiert – eine modifizierte Version der Vorgängergeneration. Mit dem Wechsel auf GPT-5.2 verspricht der Hersteller eine signifikant höhere Logik-Leistung bei der Verknüpfung disparater Informationen.
In der Praxis soll dies die Fehlerquote bei der Zusammenfassung technischer oder wissenschaftlicher Quellen reduzieren. Während frühere Versionen dazu neigten, bei widersprüchlichen Quellen Details zu halluzinieren, soll die neue Architektur den Kontext besser gewichten.
Anzeige
Erweiterte Quellensteuerung und App-Integration
Funktional markiert das Update einen Schritt weg vom reinen Web-Crawler hin zu einem integrativen Recherche-Werkzeug. Anwender können nun spezifische Webseiten definieren, auf die sich die Recherche beschränken soll ("Site-Specific Search"). Dies ist besonders relevant für Szenarien, in denen nur verifizierte Fachportale oder interne Dokumentationen als Wissensbasis dienen dürfen.
Zusätzlich führt OpenAI "App Connectors" ein. Diese Schnittstellen erlauben es dem System, nicht nur öffentliche Webdaten, sondern auch Informationen aus verknüpften Drittanbieter-Anwendungen in den Recherchebericht einzubeziehen. Dies deutet auf eine tiefere Integration in bestehende Software-Ökosysteme hin, wirft jedoch zwangsläufig Fragen zum Datenschutz und zur Zugriffskontrolle auf, die Nutzer vor der Aktivierung prüfen sollten.
Quelle: OpenAI
Interaktion in Echtzeit und Darstellung
Die Benutzerführung wurde dahingehend überarbeitet, dass der Rechercheprozess transparenter abläuft. Anstatt auf ein fertiges Ergebnis zu warten, können Nutzer den Fortschritt nun in Echtzeit verfolgen und intervenieren. Erkennt das System beispielsweise eine falsche Fährte, lässt sich der Prozess unterbrechen, um mit neuen Parametern oder Quellenangaben nachzusteuern.
Abschließend ändert sich die Präsentation der Ergebnisse: Die generierten Reports werden nun in einer Vollbildansicht dargestellt, was die Lesbarkeit umfangreicher Textmengen und Tabellen auf Desktop-Monitoren verbessern soll. Mit diesen Anpassungen zielt OpenAI offensichtlich darauf ab, das Tool stärker in professionellen Arbeitsabläufen zu verankern, wo Präzision und Nachvollziehbarkeit Vorrang vor Geschwindigkeit haben.

