claude mythos 2 modell läuft weg

Claude Mythos 2 ist fertig und wird nicht veröffentlicht

Andreas Becker GPT-Images-2.0
claude mythos 2 modell läuft weg

Anthropic und OpenAI halten ihre bereits fertig trainierten KI-Spitzenmodelle offenbar zurück. Das geht aus Insider-Informationen der renommierten Analysefirma SemiAnalysis hervor. Statt eines Release droht Entwicklern und Nutzern nun eine Zweiklassengesellschaft.

Brancheninsider als Quelle

Die aktuellen Details stammen aus einem informellen Podcast-Gespräch von Dylan Patel und Jordan Nanos. Patel leitet SemiAnalysis und gilt in der Tech-Industrie als bestens vernetzter Experte für KI-Infrastruktur. Nanos bringt als ehemaliger Entwickler von Supercomputern tiefes technisches Wissen zu GPU-Clustern ein.

Wenn diese beiden über Rechenzentren und Halbleiter sprechen, hört die Branche genau zu. Einige ihrer spektakulärsten Aussagen im Podcast basieren jedoch explizit auf Branchenkontakten und Insider-Gesprächen.

Spitzenmodelle bleiben unter Verschluss

Unter Berufung auf solche Kontakte berichtet Patel, dass Anthropic das Training von »Mythos 2« bereits abgeschlossen hat. Das Unternehmen hält das Modell jedoch zurück. OpenAI steht bei seinem Modell »Astra« angeblich vor dem exakt gleichen Problem.

Die Unternehmen nutzen diese neuen Versionen stattdessen intern, um die nächste KI-Generation zu trainieren. Die Öffentlichkeit bleibt außen vor. Entwickler in den KI-Unternehmen arbeiten mit hochgradig fortschrittlichen Modellen, während zahlende Kunden auf ältere Varianten zugreifen müssen.

Hintergrund ist der wachsende regulatorische Druck. Anthropic hatte in den vergangenen Jahren selbst immer wieder nach strengeren Vorgaben gerufen. Nun hat das Unternehmen die Behörden anscheinend so sehr alarmiert, dass die Freigabe der neuen Versionen blockiert wird.

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Bevormundung durch Sicherheitsfilter

Wie restriktiv die aktuellen Vorgaben im Alltag greifen, zeigt sich beim aktuell verfügbaren Modell Fable. Es basiert auf der Mythos-Architektur, ist aber mit strengen Klassifizierungs-Filtern belegt. Bei alltäglichen Administrationsaufgaben, etwa dem Neustart von Netzwerkknoten, stuft das Modell Nutzer automatisch auf das ältere Opus-Modell zurück.

Ein Wechsel zurück zu Fable ist innerhalb des laufenden Chats danach nicht mehr möglich. Viele Entwickler empfinden diese Vorgaben als Bevormundung. Fable ist dadurch für bestimmte IT-Administratoren schlicht unbrauchbar.

Einige weichen deshalb auf andere Anbieter aus. Für längere Programmieraufgaben nutzen Entwickler zunehmend GPT-5.6 Sol. Während Fable komplexe Prozesse oft nach wenigen Minuten abbricht, führt Sol autonome Aufträge über Nacht ungestört zu Ende.

KI liest Slack-Nachrichten und bewertet Angestellte

Während die externe Nutzung strenger reguliert wird, wächst der interne Einfluss der Modelle. Zukünftig sollen Varianten wie Claude oder Codex Leistungsbewertungen in Unternehmen durchführen. Sie durchsuchen dafür eigenständig Arbeitsplattformen wie Slack oder GitHub.

Sie analysieren, was ein Angestellter tatsächlich programmiert oder kommuniziert hat. Daraus berechnen sie Bewertungen, die letztlich über Boni entscheiden. Angestellte optimieren ihre Arbeit künftig also womöglich für das jeweilige Modell statt für den Vorgesetzten.

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Agenten treiben Hardware-Nachfrage an

Der Einsatz von Agenten verändert parallel die klassischen Budgets. Ein Praktikant verbrauchte laut dem Podcast-Gespräch in vier Tagen rund 8.000 US-Dollar für KI-Rechenleistung. Er erreichte dadurch jedoch annähernd die Produktivität einer Vollzeitkraft.

Solche Budgets verschärfen den allgemeinen Hardware-Engpass. Neue Chip-Startups melden derzeit zwar Milliardenaufträge. Dabei handelt es sich laut SemiAnalysis oft jedoch nur um unverbindliche Absichtserklärungen.

Die Bestellungen bei kleineren Anbietern zeigen primär, wie stark die Nachfrage das Angebot auf dem Markt übersteigt. Solange dieser Zustand anhält, fließt das meiste Geld weiterhin zu den etablierten Größen wie Nvidia und Broadcom.

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